• Liebe Messergemeinde,

    nun darf ich Euch vorstellen meinen Versuch Nummer 48:

    Es ist geschmiedet aus 30 mm Rundmaterial 1.1545, ist ca. 28,5 cm lang, davon 18 cm Klinge.

    Der Griff ist aus stark geriegeltem, karibischem Fernambuk. Ein wunderschönes, seidiges, in der Sonne stark spielendes und farbstabiles Holz. Ich habe es von der Firma Espen in Frankfurt.

    In die versteckte Angel habe ich einen Messingstab hartverlötet und mit der Endkappe aus Puddel vernietet.

    Der mit Mittelkamm kannelierte Rücken ist auch in der Scheide erkennbar.

    Ich versuchte, das Messer durch ein schlankes und tulpenförmig zum Ende hin sich aufweitendes Profil möglichst elegant zu halten.

    Im Seitenprofil ist vielleicht zu erkennen, dass Daniel eine inspirierende Größe für mich ist.

    Der Inselhamon ist nicht geätzt, sondern poliert.

    (... und wie fast immer merke ich erst nach dem Fotografieren, dass gründliches Entstauben und Entfetten gewisse Vorteile gehabt hätte)

    Freundliche Grüße aus der Eifel

    Euer Bernd

  • Hallo Jagdkollege,

    super schönes Messer ist Dir da gelungen.

    Vom Meister inspiriert und meisterlich umgesetzt.

    Wirklich tolles Handwerk.... :thumbsup: :thumbsup:

    Magst Du noch für uns ergänzen, zu welchem Zweck Du das Messer vorgesehen hat.....neben dem haben wollen. :D

    Du kennst Deine Grenzen erst, wenn Du über sie hinausgewachsen bist.

  • Eine großartige Arbeit voller Details und Handwerkskunst. Kannelierungen + Form, ich sehe da eine Fusion anderer Meister, mit denen du dich wohl messen lassen kannst! Auch das Detail der Endkappe mit dem Übergang zum Griff, wo sich die Ecken des Schildes im Holz wiederfinden, zeigt, wie durchdacht deine Arbeit von A-Z ist. Klasse 👍

    Burghard

  • Das ist ein sehr schönes Messer!

    Aber auch die Scheide gefällt mir ganz wunderbar. Sehr durchdacht, man schneidet beim Ziehen und Zurückstecken nicht in den Riemen!

    Gruß

    The Lem

  • Da passt einfach alles !!! :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Gruß

    Bernhard

    Man muß Gott danken, selbst für einen Unterfranken.
    Nunc est bibendum (Lasst uns trinken!) :beer: (Kellerbier)

  • Versuch Nummer 48

    Dein 48. Versuch, uns erfolgreich zum Staunen und Schwärmen zu bringen? :badidea:

    Es gibt so viel schöne Details zu betrachten, dass ich diese wegen ihrer großen Anzahl gar nicht aufzählen kann.

    Daher meine Gesamtaussage: Wunderbar!

    Grüße,

    Thomas

  • Ein wunderschönes Messer Du da geschmiedet und verpackt hast. Ich glaube man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Es macht einen wirklich eleganten und handschmeichelnden Eindruck- am schönsten finde ich den Übergang vom Griff zur Klinge ( gibt es einen speziellen Begriff dafür?)

    Das sind Ziele und Motivationen.

    Viele Grüße aus Polch

    Der Kurbenhofschmied

  • Liebe Messergemeinde,

    vielen Dank für Eure Kommentare.

    Magst Du noch für uns ergänzen, zu welchem Zweck Du das Messer vorgesehen hat.....neben dem haben wollen.

    Hallo Moki,

    welcher Zweck? Hm. Zum Glück habe ich mich das nicht gefragt beim Bau des Messers. Ich habe mich nur bemüht, etwas Schönes zu machen. Sonst ist das Messer ohne Gedanken an einen Nutzen entstanden. Ich sehe zwar zu, die Wärmebehandlung möglichst präzise durchzuführen und stabil soll es auch sein. Das Blatt muss dünn, schneidfähig und scharf sein. Aber wofür eigentlich die viele Arbeit? Ich habe auch einfache Messer gebaut, die ich intensiv nutze. Sie bestehen aus einer flachen Klinge, zwei Schalen, zwei Linern, drei Pins und etwas Epoxy.

    Diese Messer sind nach einem Tag Arbeit inklusive Scheide fertig. Aber für die Kannelierung meines unnützen Messers brauch ich schon zwei Tage, für den Hamon zwei bis drei, für das Einpassen des Griffes einen, für das Feilen des "Ricassos" auch ein bis zwei, für das Anpassen und Fertigen der Kappe einen Tag .... Alles nur, weil ich nach dem Motto "man muss es sich ja nicht künstlich einfach machen" Freude am Handwerk und am Design habe. Also, ich gebe zu: Ich baue auch Messer, die keine Werkzeuge sind, sondern Spielzeuge oder für mich Kunstgegenstände. Ihr Zweck, nach dem Du fragst, ist der "Zweck" einer Skulptur oder eines Bildes. Mehr nicht.

    Auch das Detail der Endkappe mit dem Übergang zum Griff, wo sich die Ecken des Schildes im Holz wiederfinden,

    Danke, IRU, ich freue mich, dass dieses Detail entdeckt wurde.


    Und Danke für den Hinweis auf Espen

    Ich bin total verunsichert, welche Hölzer und Materialien noch verwendet werden dürfen. Ich setze einfach darauf, dass so etablierte und seriöse Firmen wie Espen nur "legales" Holz verkaufen. Aber welche Holzart man gerade in den Händen hält, kann man oft gar nicht wissen ohne wissenschaftliche Untersuchungen.

    Lieber Thomas,

    ich danke Dir auch für Deine Unterstützung und Deine Bereitschaft, Deine langjährige Erfahrung weiterzugeben. Bei diesem Messer habe ich das erste Mal gelötet und vernietet. Du hattest es mir in Deiner Werkstatt gezeigt, wie es geht.

    Fuer meinen Geschmack

    Daniel, Deine Messer erkennt man von Weitem an ihren Boll'schen Schwingungen. Diese Linie hat sich nicht zufällig in meine Klinge "verirrt".

    Übergang vom Griff zur Klinge ( gibt es einen speziellen Begriff dafür?)

    Sorry, Kurbenhofschmied, da muss ich passen. Dafür kenne ich keinen Begriff.

    Vielen Dank Euch allen.

    Bernd

  • Lieber Gerhard

    Vielen Dank für die schönen Bilder

    Dein Urteil wiegt besonders schwer. Vielen Dank. Und dass meine Fotos mal ankommen, hätte ich vor ein paar Monaten nie gedacht. Aber ich hatte ja zahlreiche Tipps von Euch.

    Bernd

  • Liebe Bladecommunity,

    bei meinem letzten Messer fragte mich MOKI, für welchen Zweck ich es gedacht hätte. Das wusste ich selber nicht. Nun soll es anders sein. Es folgt die Nummer 49.

    Es ist ein Jagdmesser, wie ich es am liebsten führe.


    Entschieden habe ich mich für eine einfache Scheide mit der Fleischseite außen. Finde ich ganz chic. Erscheint mir aber nun etwas zu empfindlich. Wahrscheinlich wird sie schnell unansehnlich. Habt Ihr da Erfahrungen, Tipps?


    Geschmiedet ist es wieder aus 1.1545 Rundmaterial, Messingspacer, Rothirsch, Kappe aus Puddel, vernietet mit angelötetem Messingstab.

    Es musste wieder mit Hamon sein


    Rücken kanneliert,

    Kehle mit kleinem Kamm:

    und jetzt geht's raus in den Wald. Die Hirsche rufen. Und vielleicht gibt es ja etwas zu tun für das neue Messerchen.

    Viele Grüße aus der Eifel

    Bernd

  • Klasse Bernd :greenthumbs: deine No. 48 ist mir glatt durchgegangen. Die Beiden gefallen mir sehr gut.

    Ich würde mal an einem Stück Restleder mit Lederfett oder mit einer Mischung aus Leinöl und Carnaubawachs testen. Bienenwachs mit Leinöl geht sicher auch.

    Viele Grüße

    Alex


    Blood, Sweat and Musclecat!

    zombie2.jpg

  • Hallo Bernd,

    Deine Messer und ihre Details lassen das Herz schneller schlagen. Einfach großartig, auch das „forty-niner“ - interessante Nummer dazu!!!

    „schmuddeliges“ Leder gibt es eigentlich nicht, es ist auch nur die Patina echten Gebrauchs.

    Burghard

  • Hallo Bernd,

    eine ausgezeichnete Arbeit. Fast könnte man sagen, für die Jagd eigentlich zu schade - aber dann steckt doch zu viel Leidenschaft drin, das eine Hobby mit dem anderen zu verbinden.

    Beste Grüße

    Axel