Jagdmesser aus Ebenholz und Dreilagenklinge

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    • Jagdmesser aus Ebenholz und Dreilagenklinge

      Servus,

      ich habe mir zwischen den Feiertagen etwas Zeit abgezwackt und habe ein neues Messer geschmiedet. Es geht an einen Freund, dessen einzige Vorgabe war: "Wos scharfs und an schwarzn Griff muas hom". Die Klinge habe ich aus 1.2510 und Baustahl in der Gasesse geschweißt und ausgeschmiedet. Die Schneidlage beträgt nur etwa 17%. Leider ist mir an der Spitze die Schneidlage etwas verrutscht, kleiner Schönheitsfehler. Ich habe bewusst ein paar Schmiedespuren stehen lassen, so schaut das Messer etwas rustikaler aus. Den Griff habe ich aus Ebenholz gemacht, da es das dunkelste Holz in meiner Holzkiste war. Ich finde, die etwas auffälligere Griffform und das polierte Ebenholz sind ein schöner Kontrast zur rustikalen Klinge.

      Viele Grüße

      Christian



    • Oakvalleyknives schrieb:

      Ich finde, die etwas auffälligere Griffform und das polierte Ebenholz sind ein schöner Kontrast zur rustikalen Klinge.
      Das finde ich auch. Christian, dass ist bein wunderschön düsteres Messer geworden.
      Wie sieht das Griffende von hinten aus? Vieleicht hast Du noch ein Bild.

      Schöne Grüße, Jens
      "Nun denn, M. Endymion. Schlafen Sie gut."
    • Laß aber die automatische Nadel weg, die braucht man nicht, die hab ich nur zweimal verwendet, seither näh ich mit zwei Nadeln und es sieht viel besser aus.
      Wenn Du willst schick ich Dir ein paar Youtubekanäle die mir sehr gefallen und geholfen haben.

      Schöne Grüße,
      Günther
    • Hallo Christian
      Das ist ein sehr schönes Messer mit gelungener Linienführung.
      Der Griff liegt sicher gut in der Hand und gibt dem Messer zusammen mit der schönen Dreilagenklingen einen wunderbar düsteren Effekt.
      :yes: :bwow:
      Verrätst du uns wie die Schneidlage dunkel wird?
      Danke für's Zeigen
      Gruss Heiri
    • So. Heute ging die Bestellung raus. Vielleicht komme ich irgendwann Abends dazu.

      Das mit der Videosammlung ist eine sehr gute Idee. Ich habe schon das Eine oder Andere entdeckt, aber ich informiere mich lieber dreimal bevor ich es in den Sand setze.

      Zur Klinge:
      Die Schneidlage ist ja aus 1.2510. Durch das Mangan wird der Stahl schwarz. Ich habe bis Körnung 500 vorgeschliffen, die Klinge mit Azeton gründlich gereinigt und für ca. 5 Sekunden in lauwarmes Fe3Cl getaucht. Danach gleich mit Wasser und Scheibenreiniger gereinigt und mit Körung 1000 überschliffen. Das ganze dreimal wiederholt. Das Fe3Cl habe ich als fertige Lösung in einer Flasche. Es funktionierte aber besser, als ich es stark mit lauwarmen Wasser verdünnt hatte. Auf diesem Gebiet kenn ich mich auch nicht so gut aus, bin aber mit dem Ergebnis recht zufrieden. Das hat mich aber auch ein paar Stunden probieren gekostet. Beim nächsten Mal schleife ich bis 600er Körnung und überschleife mit 2500er. So habe ich es in einem Amiforum gelesen. Nick Wheeler (macht sehr schöne Messer, arbeitet sehr sauber und geizt nicht mit seinem Wissen) hat dort gezeigt, wie er ein Damastmesser macht. Ich denke aber, dass es beim Damast leichter ist, da dort die "Berge und Täler" gleichmäßig verteilt sind. Bei dreilagigen Klingen poliert man unweigerlich auch die dunkle Schneidlage.

      Gruß Christian
    • Die Klinge und der Griff harmonieren sehr gut, sicher ein schneidfreudiges Utensil.
      In den nächsten Tagenen werde ich mich auch noch an einen drei Lagen Stahl wagen, hoffentlich wird das was...
      bis dann
      röhrer