Tomahawk mit antiker Patina

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    • Tomahawk mit antiker Patina

      Hallo zusammen!

      In der letzen Zeit habe ich mich sehr mit dem Thema "Tomahawk" beschäftigt, nachdem ich im entsprechenden Unterforum eines großen amerikanischen Messerforums Bilder von Äxten und Tomahawks gesehen, die mit viele Liebe auf antik getrimmt worden sind. Weiteres Anschauungsmaterial gibt es natürlich auch bei Youtube.

      Als Ausgangsmaterial für diese "Mods" dienen oft die eher schlichten Beile der Firma Cold Steel: Die schwarze, hässliche und billig wirkende Farbe wird meistens entfernt und dann brüniert und poliert, der Stiel vom Klarlack befreit und mit einen dunklem und offen porigen Öl behandelt.

      Ich hätte echt Bock, einmal ein Beil auf alt zu trimmen, zumal so etwas ja vielleicht auch für einen handwerklichen Laien mich machbar ist.

      Zunächst habe ich mit von Cold Steel ein Spike Hawk und von CRKT ein Chogan T-Hawk bestellt. Beginnen möchte ich mit dem Cold Steel Beil.

      Zur Umsetzung habe ich nun einige Fragen:

      1. Womit würdet Ihr die schwarze Farbe entfernen? In den Foren und vielen Videos wird das mit Abbeizer oder Lackentferner gemacht - einige haben die Farbe abgeschliffen. Geht evt. eine rotierende Messingbürste für die Bohrmaschine?

      2. Behandlung des Axtblattes: Bei einigen Beilen wurde ein dunkler, antik wirkender Glanz erzielt - das gefällt mir besonders gut. Dazu wurden irgendwelche amerikanischen Brünierungen verwendet oder der Axtkopf wurde in Essing gekocht. Im Handel sind ja div. Schnellbrünierungen erhältlich, z.B. Ballistol Schellbrünierung von Klever. Was gibt wohl das schönste Antikfinisch?

      3. Der Stiel: Der Klarlack muss runter - das geht mit Abbeizer oder/und Schleifleinen. Aber womit behandeln? Der Stiel soll eher dunkel werden - bin da auf Ballistol Schaftöl gestoßen.

      Wäre nett, wenn Ihr ein paar Tipps im Petto hättet.

      Würde mich auch interessieren, welche Beile oder Tomahawks Ihr so besitzt. Vielleicht könnt Ihr ja mal ein Foto posten!

      Viele Grüße und eine schönes Wochenende - der Donnerstag ist ja quasi der "Vitzefreitag" :D

      Martin
    • Hi Martin,

      ich hab da auch noch so ein unvollendetes Cold Steel Pipe Hawk liegen.
      Den Kopf hab ich über Nacht in Aceton gelegt und konnte die Farbe am nächsten Tag mit einem Holzstück abschaben. Danach hab ich ihn nochmal eine Nacht in löslichen Kaffee gelegt, nächsten Tag war er dunkelgrau. Das Loch auf der einen Seite des Kopfes hab ich mit einem Kupferpin vernietet. So liegt es nun und wartet auf seine Vollendung!

      Beste Grüße,
      Sascha
      Beste Grüße,
      Sascha
    • Hallo Martin,

      als allererstes finde ich es:


      :mrburns: :sensation:

      Super gut, dass sich jemand für Beil/Axt/Tomahawk interessiert.

      Die zwei Hawks sind interessant.

      Es gibt bei den schwarzen Hawks die, u.a. von Dir,
      genannten Möglichkeiten der Entfernung der Beschichtung.
      Bei dem Einen geht das Eine besser und bei dem Anderen was anders.
      Das muss (nach meiner bescheidenen Meinung) leider jeder für sich
      ausprobieren. Ich kann Dir aber aus Erfahrung sagen, dass Du das
      Allheilmittel vergeblich suchen wirst.

      Mit dem Brünieren / Dunklermachen der Klinge / Stahls haben unsere Messer- / Klingenkollegen
      bereits intensiv geschrieben. Einfach mal in den Threats suchen.

      Bei dem Stielen würde es mich sehr wundern, wenn diese mit Klarlack überzogen wären.
      Normalerweise ist dies Tiefenhärter und Drechselöl, bzw ein Finisher der Firma.
      Dunkler machen geht normalerweise mit dunkler Holzbeize. Wie bei normalen Holz.
      Hier ist es egal, ob Du einen Hickory- oder Eschestiel hast. Alles andere geht auch. Hält
      aber normalerweise nicht so lange. (nicht die Farbe, eher der Stiel ;) )

      Ich arbeite am liebsten alte Köpfe (in allen Gewichtsklassen) auf und verpasse diesen dann einen
      Lederanzug. Meine letzten Axtscheiden, habe ich innen mit Velour ausgekleidet.
      Jetztzeitliche Hawks sind nach meiner Meinung super und haben mehr als eine
      Daseinsberechtigung.

      Grüsse

      Armin
      zu wissen, was man weiß,
      zu wissen, was man tut,
      das ist WISSEN :opa:
    • Moin Armin,

      die einseitige Vernietung macht nur einen optischen Sinn. Und zwar, daß sie die häßliche Gewindebohrung versteckt in der im Original die kleine Madenschraube sitzt, mit der man den Kopf am Stiel festziehen kann.

      Schöne Grüße,
      Sascha
      Bilder
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      Beste Grüße,
      Sascha
    • @The Great Die Oberfläche von Deinem Pipe Hawk trifft schon so ziemlich meine Vorstellung. Ich glaube ich probiere vor der Schnellbrünierung erstmal die Hausmittel wie Kaffee oder Essig aus...

      @Wizz Das mit dem Klarlack auf den Stielen habe ich irgendwo gelesen. Mein Spike Hawk ist heute angekommen - hab:s aber noch nicht ausgepackt. Gucke morgen mal, wie der Stiel aussieht.

      Viele Grüße
      MArtin
    • @The Great
      Hallo Sascha,

      a) Goiles Teilchen :thumbup:

      b) AHHHH, Jetzt Ja !!!!! Niete verstanden. Ich war dauernd beim einseitigen Verschliessen des Auges
      und habe das einseitge Verschliessen, so gar nicht verstanden.

      c) Wie funktioniert das mit der Pfeife? Weil so ein Teil hielt ich noch nicht in Händen

      d) wenns beim Rumliegen im Weg rumliegt :D schicke mir doch ne PN

      Grüsse

      Armin
      zu wissen, was man weiß,
      zu wissen, was man tut,
      das ist WISSEN :opa:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wizz ()

    • Hallo Zusammen.

      Ich habe den Frontier von Cold Steel. Mit Drahtbürste entlackiert, Stiehl mit der Hand geschliffen und geöhl. Auch der Konus im Kopf habe ich mit einer Rundfeile noch weiter gemacht, damit die beiden Teile besser zusammen passen.

      Ich war bis jetzt ein Fan von eher kleinen führigen Messern für den Wald (bis 8cm Klinge) und da ist der Hawk eine super Ergänzung. Ich habe damit schon Shelters gebaut, Rohhäute für die Gerbung bearbeitet und den Kopf alleine zum schnitzen verwendet.

      Die Qualität von Cold Steel ist finde ich dem Preis entsprechend. Mir hat es beim Werfen auf den Hackstock gleich anfangs das Blatt komplett verzogen(nicht dem unten auf den Bildern). Lies sich aber wieder richten. Falls jemand einen Härteprüfer hat, würde es mich interessieren auf was die gehärtet sind. Mir kommen die extreme weich vor. Aber wie ja schon erwähnt sind sie dafür spott billig.



      Ich habe das Glück nächste Woche mit nem Schmied hier selbst einen Hawk anzufertigen. Mit Schneidleiste aus C100. Ist zwar dann kein historischer Nachbau aber wird mega Spannend.

      Beste Grüße