Exkurs: Finnische Äxte

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    • Exkurs: Finnische Äxte

      Hallo!

      Vor kurzem habe ich mir die Axt von Heimo Roselli zugelegt. Seither bin ich von dem Thema Äxte und Beile derart in den Bann gezogen, dass ich mich mit diesem von mir bisher vernachlässigten Thema intensiver beschäftige.

      Hierbei bin ich auf folgenden sehr interessanten (englischsprachigen) Link gestoßen, von dem ich glaube, dass er auch den einen oder anderen von euch interessieren könnte, weshalb ich diesen euch hier anhängen will:

      nordiskaknivar.wordpress.com/tag/history-of-finnish-axe/

      Sehr schön finde ich dabei den kulturhistorischen Hintergrund in welchem dabei die finnische Axt dargestellt wird.

      Gruß

      The Lem
    • Ich schaue mir die Seite auch immer noch gerne an. Insbesondere das ganz am Ende verlinkte Video des alten Herren wie er mit seinem Puuko sich einen neuen Stil schnitzt, ihm quasi der Stil in Form und Struktur aus den "Händen fließt", das fasziniert mich.

      Der gute Mann wäre nun 160 Jahre alt. Altes Wissen und altes Handwerk.



      Gruß

      The Lem
    • Faszinierend wie der Mann mit Beil und einem Sau scharfen Messer einen Axtstiel zaubert .
      Fürwahr altes Wissen und altes Handwerk !!!

      Gruß aus dem Neckartal ... Norbert
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen
    • Interessant zu sehen das beim Eintreiben des Stiels (sowohl beim Probieren als auch später beim Keil) nur das Trägheitsmoment der Masse genutzt wird.
      Jeder "normale" und auf Geschwindigkeit denkende Mensch hätte einfach das Werkstück (Axtlkopf oder Stiel) aufgesetzt und eingetrieben.
      Muß wohl einen Sinn haben das über das Trägheitsmoment zu machen (?)
      Walter
      ...bleiben sie ruhig, ich hole Hilfe...
    • Ja, Walter, das fiel mir auch sofort auf! Ich könnte mir vorstellen, dass man auf die Art vielleicht feiner arbeiten kann und Alles nochmals präziser wird.
      So ein Großvater würde ich gerne mal sein!
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Hallo zusammen...
      Jaa der alte Herr hat`s drauf!
      Und er macht alles richtig. Wobei ich mich schwer tun würde, mit so einem Puukko einen Axtstiel zurechtzuschnippeln. Da wird man echt adelig...
      Aber das Auftreiben hat einen richtig tiefen Sinn, zum einen der Stiel, der ja auf Passung sitzt, s u c h t sich seinen Weg in den Kopf, d.h. er rutscht gerade rein. Tut er das mal nicht, kann ich mit ein paar Holzhammerschlägen auf den Axtkopf leicht korrigieren. Weil, ein Stahlhammer hat eigentlich an einem Axtkopf nichts zu suchen, höchstens beim verkeilen, oder ich schmiede grade einen :D
      Treibe ich den Axtkopf mit Schlägen auf den Stiel, kanns passieren, das ich Kerben in den Stiel mache,wenn er schief kommt, das will ich nicht, weil da genau die Jahresringe durchtrennt werden. Ist doof, selbst am Kopf. Deswegen bevorzuge ich auch bei Axt-und Hammerstielen Eigenlaborate, weil da die Jahresringe rausgeschält sind, d.h.ich folge ihnen bzw. lege sie mit dem Zugmesser frei. Sie werden dabei nicht wirklich durchtrennt, wie z.B. wenn der Stiel gefräst wird.
      Und ja, er nimmt ne Glasscherbe zum Glätten. Gibt keine Rattermarken und man erhält eine wunderschöne glatte Oberfläche.
      Es dauert aber auch ganz schön. Wer nimmt sich noch soviel Zeit für nen Axtstiel...

      Viele Grüße, Andreas!
    • Ja, Birkenholz!

      Laut dem Beitrag ist Birkenholz gut ausfedernd und bei den extremen finnischen Wintertemperaturen haltbarer als z.B. Hickory.


      Gruß

      The Lem

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheLem ()

    • Hmmm, Birkenholz für Werkzeugstiele,

      das eröffnet natürlich neue Perspektiven, ich denke das könnte für einen Hammer bis 2 Kg auch funktionieren...

      Birke ist ja zähe, elastisch, gut bearbeitbar und einigermaßen standfest bei entsprechender Stärke...
      Man nimmt es z.B. für Leiternbäume, ich kann mich noch erinnern, das es von meinem alten Herrn als Deichselholz für Pferdewagen gern genommen wurde.
      Unter anderem mit einer sehr einleuchtenden Begründung; wenn es bricht, dann so, dass es keine langen Splitter gibt, somit war die Verletzungsgefahr für die Zugtiere nicht so groß...
      So viel zu verloren gegangenem Wissen...

      Viele Grüße, Andreas!