Renneisen/-stahl...

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    • Renneisen/-stahl...

      Ein paar Eindrücke aus der Schmiede. Gestern habe ich Renneisen/-stahl raffiniert.


      Das erste Bild: Die vier einzelnen Stücke sind direkt aus der Luppe gezogen und haben einen C-Gehalt von ca. 0,6-0,9%. Das längere Stück ist bereits zwei Mal gefaltet und hat einen duchschnittlichen C-Gehalt von 1,3-1,5%.


      Das zweite Bild: Das Paket ist gepackt und fertig zum Feuerschweißen. Die dünneren Lagen sind das sehr hoch gekohlte Material.


      Das dritte und vierte Bild: Das verschweißte und ausgezogene Paket.


      Nun muss das Paket noch diverse Male ausgezogen, geteilt, gepackt und feuerverschweißt werden, bis der Stahl eine ausreichende Homogenität und Reinheit hat. Durch Abbrand verliere ich viel Material und außerdem geht einiges von dem Kohlenstoff verloren. Idealer Weise erhalte ich zum Schluss einen Stahl mit ca. 0,8% Kohlenstoff. Genau richtig für ein schönes Schwert;-)
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      Wer sich verbrennt, beherrscht das Spiel mit dem Feuer nicht!

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    • Oh jaaa Jannis,mach mal ein Schwert!!!

      Da bin ich schon extrem gespannt drauf.
      Wahnsinn was du dir für Arbeit machst und schön zu wissen das es noch wen gibt der die Mühe auf sich nimmt.

      btw......wie unterschiedlich sind die beiden Ambosse im "Geräuschpegel" ?

      Gruß Carsten
      "ich schärfe nichts mehr...bleiben sie auch länger stumpf" leielekt Februar 2017

      Schmutzige Hände sind ein Zeichen für sauberes Geld
    • Der große in dem Stahlkasten ist mein Hauptamboss, der hat einen schön dumpfen Klang. Der Kasten ist mit Sand gefüllt und dann liegen mehrere Holzplatten im Kasten und zwischen den Platten Gummidämpfer. Außerdem hat der Kasten Gummi-Maschinenfüße. Der Ambos steht sicher, zieht richtig gut, ist leise und es gehen kaum Schwingungen in den Boden. Der Kleinere ist einer meiner Kursambosse. Der ist nicht gut gedämpft und klingt auch deutlich heller. Ist aber auch nicht total schlimm.

      Gruß Jannis
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    • Von der Luppe zum Barren.

      Der Barren hat eine Größe von ca. 40x32x210mm, ein Gewicht von ca. 2,2Kg, 1800 theoretische Lagen (wobei es bei Raffinierstahl eher widersinnig ist, von Lagen zu reden, da man ja ein möglichst homogenes Materiel anstrebt) und ein C-Gehalt von ca. 1%. Demnächst werde ich den Barren noch ein paar Mal falten und dann wird, wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, ein wikingerzeitliches Schwert daraus entstehen...
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    • Danke für die Infos Jannis.

      Auf das Schwert freu ich mich nun noch mehr,da gibts ja fast unendlich viele Optionen.

      Gruß Carsten
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