Praktical Knife

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    • Praktical Knife

      Da kommt mir ja die Ehre zu, den ersten Bericht zu verfassen. Das ist deutlich leichter, als am Ende der Schlange zu stehen :)

      Das Messer gefiel mir auf den Vorabbildern schon sehr gut, da war ich natürlich auf den Test gespannt.

      Beim Auspacken wurde ich dann nicht enttäuscht - ein sehr gefälliges, kleines Messer. Jetzt zu den Details:

      Optik:

      Sehr schönes Griffholz in schlanker Form ausgearbeitet. Ich finde ein sehr schöner Schwung im Griff und im Übergang zur Klinge. Kein Vergleich zu den massenhaft auf den Markt kommenden "Custom Bushcraftmessern".
      Die Klinge hat ein sauberes Bandschleiferfinish, was bei einem Gebrauchsmesser überhaupt nicht stört, das Messer soll ja auch relativ günstig fürs Budget sein.

      Handling:

      Ich habe das Messer öfter in der Küche benutzt, Wurst schneiden, Brote vorbereiten, Grillfleisch vorbereiten. Die Klinge ist dafür gut geeignet. Dünn, geht also gut durchs Schnittgut. Hoch genug um damit auch ein Brot vernünftig schneiden zu können. Der Griff ist für diese Tätigkeiten auch ausreichend dimensioniert, zumindest für meine Hände, Handschuhgröße 8,5.
      Es war auch eine Woche mit zur Jagd. Dort habe ich ein Reh, eine Sau und einen kleinen Rothirsch damit versorgt. Das heißt ausgenommen und bei der Sau den Brustkorb geöffnet. Das mache ich mit meinen Jagdmessern immer so. Das Messer ging dabei wie durch die sprichwörtliche Butter. Auch nach der Sau war kein Nachlassen der Schneidleistung bemerkbar. Das habe ich schon deutlich schlechter erlebt. Hierbei hätte der Griff für mich etwas länger und voluminöser sein können. Es ging aber und ich habe mich beim Greifen nicht unsicher gefühlt.

      Pflege:

      Ich habe es wie meine anderen Messer behandelt, nach Gebrauch abwischen und vielleicht leicht ölen. Nach Kontakt mit Wurst oder Streichfetten ist gar nichts notwendig. Hinten am Griff kam recht schnell etwas Flugrost, das kann natürlich auch daran liegen, dass das Finish dort nicht 100 prozentig ist. Dann hat der Rost leichteres Spiel. Ich habe das am Leder etwas überpoliert, war also kein Problem.

      Scheide:

      Wie von David gewohnt, erstklassige Arbeit. Für Davids Lederarbeiten vergleichsweise schlicht, aber passgenau, sauber und einfach schön.

      Fazit:

      Das Messer würde ich jederzeit nehmen. Die leichten Einschränkungen beim Finish mindern den Gebrauchswert in keinster Weise und führen noch eher dazu, dass das Messer kein Vitrinendasein fristet. Der Test hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Eindrücke der weiteren Tester.

      Gruß

      Uli
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    • Danke für Deinen Bericht Uli, steigert meine Vorfreude, aber:

      droppoint schrieb:

      Da kommt mir ja die Ehre zu, den ersten Bericht zu verfassen. Das ist deutlich leichter, als am Ende der Schlange zu stehen.
      Mal abwarten, was ich am Ende der Schlange noch schreiben kann ohne meine Vorgänger zu wiederholen...

      Beste Grüße
      Harald
    • Hallo Uli,

      vielen Dank für deinen Testbericht und deine Einschätzungen!

      Freud mich dass es dir gute Diesnste geleistet hat und auch im jagdlichen Bereich zum Einsatz kam.

      Ich werd wenn alle mal getestet haben die Konstruktiven Kritikpunkte zusammen fassen und schauen
      welche davon optimierbar sind, also scheut euch nicht auch negative Punkte die euch auffallen zu
      schreiben, denn genau auf das hab ichs bei dem Test abgesehen ;)

      Vielen Dank und schöne Grüße aus Freising, David