Tommi

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    • Hallo Leute,

      ein weiteres Messer ist fertig geworden. Die Klinge stammt diesmal von Kainuun Puukko, der Schmied heißt Marko Lindelä. Als Stahl wird ganz traditionell Silberstahl (1.2210 bzw. 115CrV3) verwendet.

      Der Griff besteht aus Rüstermaser mit rotem Vulcanfiber und Messingpassungen. Das Holz hat sich sehr gut bearbeiten lassen, die Maserung ist nach der ersten Behandlung mit Leinöl richtig gut rausgekommen.
      Bin begeistert von dem Holz! Sobald es getrocknet ist, kommt noch Carnaubawachs drauf.

      Der Erl ist durchgehend und am Ende vernietet.







      Die Maße:
      • Länge gesamt: 190 mm
      • Länge Klinge: 80 mm
      • Länge Griff: 110 mm
      • Klingenbreite: 19 mm
      • Klingenstärke: 3 mm
      • Gewicht: 83 g
      Leider komme ich derzeit nicht zum Leder nähen. Deshalb reiche ich die Scheiden nach, sobald sie fertig sind. :sorry:

      Schönen Sonntag noch.

      Gruß

      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von friluftslivet ()

    • Danke Rolf

      Aber es gibt noch viel Luft nach oben. Die Passung vorn ist noch nicht so spaltfrei, wie ich es gern hätte und beim Vernieten ist mir leider der Stahl "aufgerissen", obwohl ich fleißig die Überstände abgefeilt habe. Man sieht es auch auf dem zweiten Bild.

      Vielleicht hat hier jemand einen Tipp für mich. Ich lasse das Material überstehen und versuche einen ordentlich geformten Pilz hinzubekommen. Wie kann ich verhindern, dass mir das Material reißt?

      Bei vielen Messermachern in Finnland wird mittels Kugelhammer das überstehende Ende des Erls in das Loch der Passung gestaucht und dann plan geschliffen. Irgendwie traue ich dem Frieden aber nicht.

      Gruß

      Frank
    • Schön gemacht! :greenthumbs:
      ....sauber gefügt... und ob das spaltfrei ist sieht man auf den Bildern nicht, hängt auch von einigen Aspekten ab, wie ist die Angel vorbereitet, was für ein Material wird verwendet usw....

      Dass die Angel beim Vernieten an den Rándern aufbricht ist doch normal...wer sagt denn dass das nicht sein darf?
      genau wie die, von vielen Kollegen so geschätzten Schmiedemarken, sind das Spuren mechanischer Bearbeitung von Hand und die sind auf einmal im Gegensatz zu Schmiedemarken ein Manko...?
      Ist das sauber ausgeführt hat es in meinen Augen Schönheit....ich mag blumengleich aufgebrochene Vernietungen.
      IMHO viel schöner als ein ausgetriebenes, komplett überschliffenes, totpoliertes Viereck in der Kappe.

      Ein echtes Manko sind die oft wüst reingedroschenen Schlagstempel-Signaturen bei manchen Puuko-Machern von denen nach Fertigstellung in der Klinge nur ein schwarzes, übles Loch zu sehen ist...da sagt keiner was...also alles relativ.
      Wenn Du das Aufbrechen verhindern willst, dann sollte weniger Material vernietet werden...je höher die Angel raussteht vor dem Vernieten desto mehr Material wird zum Rand getrieben, dünner werden und aufbrechen....ob Du die Ränder abfeilst oder nicht macht keinen Unterschied.
      Lass weniger zum vernieten stehen und es wird nicht aufbrechen aber versuch mal die Schönheit einer sauber aufgebrochenen Vernietung zu erkennen.

      Schafft man es die Not zur Tugend zu machen öffnen sich andere Türen.

      Gruss Daniel
      8|

      messerboll.net
      messerboll@gmail.com
    • messerboll schrieb:




      Schafft man es die Not zur Tugend zu machen öffnen sich andere Türen.
      Das ist doch eine Sichtweise mit der sich viele Dinge in neuem Licht betrachten lassen.

      Und dass sich, mit einem der Länge nach richtigem Angelüberstand, sogar beim vermeintlichen schlechten Reißen des Materials, Blüten erzeugen lassen, ist der Beweis für diesen Weg.
      Für mich, der bisher lieber das Ende des Erls rund geschmiedet hat um ein Gewinde ein zu schneiden, auch eine andere Betrachtung.
      Es gibt viele Wege aber nur die Ergebnisse zählen und damit letztlich auch der Erfolg und DER gibt Daniel recht. :)
      Sei nett zu dir, wenn du dich schon selbst kritisierst.
    • Hi Frank,

      ich mag deine Puukos sehr. Die Verarbeitung sieht immer sauber uns schön aus und die Materialkombination ist super gewählt. Rüster verabeite ich auch gerade, das Holz ist wirklich sehr schön.
      Die Vernietung am Erl gefällt mir persönlich auch.
      Alles in allem wieder ein wirklich tolles Messer von dir :thumbsup:

      Gruß
      Philipp
    • Vielen Dank Daniel, Philipp, Rolf und alle die einen Daumen da gelassen haben.

      Ich freue mich wirklich sehr, dass meine Arbeit so gut angkommt. Vor allem wenn ich das hier im Forum gezeigte handwerkliche Niveu bedenke. Da bin ich immer wieder überwältigt, was viele Leute hier als Hobbymessermacher auf die Beine stellen.

      Daniel, ein extra Danke für deinen Beitrag. Ich bin davon ausgegangen, dass ich handwerklich etwas falsch mache und mir deshalb das Material aufreißt. Aber im Grunde ist es wohl nur logisch, dass die Außenränder irgendwann so dünn sind, dass die Schläge des Kugelhammers das Material reißen lassen. Die Herausforderung eine Blume zu formen nehme ich an, mal schauen ob es wird :D . Ich hab die kleinen Spalte mit Epoxid aufgefüllt, also Vorbeugung gegen Rost.

      Im Übrigen verklebe ich die Frontpassung seperat mit Epoxid um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in den Griff eindringt. Es ist also kein offener Spalt und somit keine Einschränkung im Gebrauch. Lediglich die Ästhetik leidet aus meiner Sicht etwas.

      Aber es ist am Ende alles Handarbeit und ja, dass darf man gerne sehen. Handwerkliche Fehler möchte ich allerdings vermeiden und da habe ich sicherlich noch viel zu lernen.

      Schönen Gruß

      Frank
    • Hallo Gerhard,

      ich wohne in Oberfranken, leider nicht in Schweden. Aber wir machen seit 2008 regelmäßig Urlaub in Skandinavien und es gab auch mal Pläne hinzuziehen. Meine Frau und ich sprechen die Sprache, lesen schwedische Bücher und schauen uns Filme im Original an. Es besteht also ein großes Interesse am Norden und Lappland im Besonderen, daher auch das Profilfoto.

      Bei Messern liegt der Schwerpunkt aber eher in Finnland und den Sami, da ich die Machart ansprechender finde als den schwedischen oder norwegischen Stil.

      Schönen Gruß

      Frank
    • Hallo Frank,
      sehr schönes Messer es gefällt mir sehr gut. Hast Du super hin bekommen :thumbsup: und die Samiflagge ist mir sofort ins Auge gestochen.
      Habe seit 2 Jahren ein Leuku aus der Nähe des Eishotels.
      Bin mal gespannt ob du so eines auch noch machst :thumbup:
      Gruß Jürgen
      LG Jürgen
    • Hallo Jürgen,

      du wirst lachen, aber die erste Klinge liegt schon hier. Ich überlege nur noch, wie ich den Griff gestalte bzw. welche Materialien passen würden.

      Also noch etwas Geduld, aber es kommt auf alle Fälle ein Leuku, vielleicht auch mehrere :D .

      Gruß

      Frank
    • The Great schrieb:

      Das Leder ließ sich in der Stärke bestimmt nur sehr schwer bändigen
      Das Leder ist ca. 3mm stark, ist für diese Art von Scheiden nicht optimal, 2mm wären wohl besser. Aber ich kauf mein Leder lieber so, dass es auch mal für eine normale Messerscheide mit Keder oder eine Axtscheide funktioniert und da haben sich die 3mm ganz gut bewährt.

      Das schöne an Leder ist eben, dass es nass doch sehr viel mitmacht, man braucht zwar etwas Kraft, aber es geht. Wenn alles fertig ist kommt es für ca. 45min. bei 50 Grad in den Backofen, dann ist es schon ganz gut angetrocknet und bretthart. Bekommt man dann wohl nur noch mit Gewalt klein.