Halbintegral mit Eiche---WIP

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    • Halbintegral mit Eiche---WIP

      Ja, ein WIP :) Ich habe aktuell mehr Projekte parallel laufen als das ich eigentlich fertig stelle. Sollte ich mal ändern.

      Wie dem auch sei:

      1. Klinge aus historischem Eisen, versetzt mit einen Lagen Kohlenstoffstahl zum Aufkohlen, Sperrlage 75Ni8, Schneidlage TWR. Das ganze dann zu Halbintegral ausgeschmiedet. War aufgrund den unterschiedlichen Warmfestigkeiten nicht ganz ohne.



      2. Etwas schleifen und noch mehr per Hand feilen ergibt dann dieses Bild:




      3. Vor dem Härten noch diverse Verschneidungen und Linien eingezogen. Unter anderem eine Daumenauflage, die mir hier nötig erscheint.




      4. Nach dem Härten und einer längeren Suche nach geeignetem Griffholz habe ich mich für Eiche aus eigenem "Anbau" entschieden. Es war die richtige Wahl:




      5. Der Bereich Erl zu Holz ist wieder formschlüssig und würde auch ohne Kleber abdichten. Parallel dazu die grobe Kontur des Griffs ausgearbeitet. Das geht noch ganz gut mit Bandschleifer. Nicht alle Bereiche, aber zumindest bissl was.



      6. Ab diesem Zeitpunkt ist es aber dann vorbei und die letzten drei Millimeter umlaufend werden per Feile und Schleifpapier abgenommen. Alles andere wäre zu kritisch.



      Das ist bei Eiche nicht ganz ohne, aber wenn man sich etwas Zeit lässt, klappen diese Kannelierungen eigentlich ganz gut...auch bei Eiche.

      7. Wird fortgesetzt.
    • Moin Alex,

      das sieht alles schon mal absolut vielversprechend aus. Ich bewundere es, wenn Leute es schaffen eigenwillige Messerformen zu schaffen, die absolut stimmig sind. Bei direktem Kontakt der Eiche mit dem Stahl sollte man in dem Holz ggf. noch vorhandene Gerbsäuren beachten. Nicht, dass es hier zu einer Reaktion kommt, insbesondere, wenn die Eiche noch relativ frisch und nicht ausgelaugt ist. Davon verstehst du aber sicher mehr als ich, wenn ich mir Deine Fähigkeiten bei der Holzbearbeitung anschaue bzw. bestaune.

      Grüße

      Friedrich
    • Vielen Dank.

      Es wird zwischen Holz und Erl eine dünne Schicht Kleber sein.
      Auch wenn ich versuche möglichst formschlüssig zu arbeiten, so hilft der Kleber doch noch die ein oder andere Pore zu schließen.

      Weiter liebäugle ich stark mit einem Räuchern der Eiche, da das bei der vorliegenden Maserung gut aussehen wird.

      Jetzt aber erstmal geometrisch alles sauber glatt ziehen, was noch ein Kampf wird. Dann über Räuchern und co nachdenken
    • Nach Monaten habe ich endlich dieses Messer fertig gemacht.

      Eine Endkappe ist immer spannend, knifflig und geistig nicht ganz ohne, sodass ich mich immer recht gerne um diese Arbeit drücke.

      Wie dem auch sei: Nun ist dieses Messer fertig.

      Endkappe aus einem wunderschönen Stück Eisen, dass fast wie Meteoreisen aussieht.





    • The Great schrieb:

      Moin Alex,

      bei deinen Werken bin ich immer so gut wie sprachlos!
      Die sind einfach immer schön, aufwändig gestaltet, aus erlesenem Material, handwerklich zu 100% genial,...
      .... und extrem kreativ !
      Mir geht´s wie Sascha - mir fehlen langsam die Worte, um richtig zu beschreiben, wie mir Deine Messer gefallen ....

      Wir haben in diesem Forum einen ganzen Haufen Leute, die in der Lage sind, handwerklich sauber gearbeitete Messer herzustellen .
      Aber vielleicht nur eine Handvoll, deren Messer immer wieder anders sind, außergewöhnlich und trotzdem eine Handschrift erkennen lassen, ohne dabei langweilig zu werden, oder sich ständig zu wiederholen .

      Du bist eindeutig einer davon .
    • no bird schrieb:

      Warum hat das Eisen am Knauf so eine außergewöhnliche Maserung ?

      Ich hatte und habe da Glück mit dem Renneisen/ Puddeleisen....was es genau ist, weiss ich leider nicht. Puddel erscheint mir hier logischer.

      Hatte diese Optik auch schon mehrmals bei Parierstücken.



      IRU schrieb:

      sieht aus, als lächelte einem ein Alien entgegen. War das Absicht?
      Nein, das war keine Absicht. Wie immer dremel ich einfach drauf los und schau was rauskommt. Der Kunde vergleicht die Endkappe mit "Der Schrei". Das war natürlich schon gar nicht die Absicht, aber es ist ein schöner Vergleich.


      Wido schrieb:

      Aber vielleicht nur eine Handvoll, deren Messer immer wieder anders sind, außergewöhnlich und trotzdem eine Handschrift erkennen lassen, ohne dabei langweilig zu werden, oder sich ständig zu wiederholen .

      Du bist eindeutig einer davon .

      Vielen Dank. Das freut mich wirklich sehr.
      Ich könnte - auch wenn ich wollte - nicht anders. Es werden immer Einzelstücke bleiben, die zwar logischerweise irgendwann eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, aber nie gleich sein werden.
    • Servus Alex
      diese Woche kam im TV eine Sendung über Meteoriten unter anderem kam die Sprache auf die
      Wittmanstattschen Figuren die bei von Menschen erschffenem Material niemals vorkommen .
      Da war auch ein Bild zu sehen mit der gleichen Maserung wie sie auf Deinem Messerknauf zu sehen ist.
      ..... komisch ?( ?( ?( .

      Gruß Norbert vom Neckar
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen