Frage zu Schleifbändern

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    • Frage zu Schleifbändern

      Hallo,
      ich hab eine Problem mit meinen Schleifbändern, was mich schon länger ärgert und aktuell wieder. Ich hab einen großen Bandschleifer für Bänder 75x2000, der hat den Motor hinten und vorn das Kontaktrad und dazwischen ist eine längere Auflagefläche. Den hatte ich mir mal angeschafft, werde aber zum Klingen schleifen nicht so recht glücklich damit.
      Jedenfalls habe ich heute mal wieder an einer Küchenmesserklinge aus Kugellagerstahl geschliffen, weil ich die vollflächig auflegen kann zum schleifen. Schleifband hatte ich das ZK713X von VSM, weil die mit hoher Abtragsleistung, langer Standzeit und Selbstschärfungseffekt werben. Ich hatte die 40er Körnung und das Band ist ein Polyesterband mit Zirkonkorund beschichtet, soll für Stahl und Edelstahl geeignet sein.
      Mein Bandschleifer müsste eine Bandgeschwindigkeit von 34 m/s schaffen, ich kann ihn aber auch runter regeln. Jedenfalls hab ich noch nicht viel mit dem Band geschliffen, ich denke gerade mal die eine Klinge und es ist total stumpf. Es sieht aber nicht aus, als wäre es verbraucht, es sind noch genügend Körner drauf, aber nichts mit selbstschärfend. Die Klinge, die ich damit geschliffen hatte, sah schon fast spiegelnd aus von der Oberfläche. Erst dachte ich schon der Stahl wäre zu hart, aber die Feile nimmt Material ab.
      Taugen die Schleifbänder nichts oder mach ich was falsch?


      Hier die Klinge links gefeilt, rechts geschliffen.


      Das Schleifband.

      Viele Grüße,
      Pierre
    • Den Stahl hab ich von einem Lageraußenring, den ich mal gerade gekloppft hatte. An Bändern hab ich leider noch keine Auswahl. Die hatte ich mal in nem ganzen Pack bestellt, sind meine ersten Bänder.

      Grüße,
      Pierre

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Doerfler ()

    • Hi Pierre, ich denke Du machst selber gar nichts falsch.
      Meiner Erfahrung nach sind die VSM Bänder die billigsten.Ich habe auch VSM Bänder, allerdings die KK841F.
      Ich verwende VSM hauptsächlich deshalb, weil sie von allen das flexibelste Gewebe haben. Das macht sich beim Einsatz schleifen an Klingen bemerkbar.
      Die legen sich schön um.
      Aber die Standzeit ist sehr schlecht!....(nur die Klingspor sind noch schlechter) ich bearbeite also schonend um die Standzeit nicht zu sehr zu beanspruchen.
      Aber dieser Selbstschärfungseffekt ist Bullshit.....Trizact von 3M sollen das auch haben aber ich merke davon nichts.Es kann sein dass der Anpressdruck beim schleifen höher sein muss um den Kornbruch herbeizuführen aber bei Klingen entwickelt sich dabei zu viel Wärme und das ist natürlich schlecht....die Trizact Bänder sind eh sau heiss...da muss man schon ohne viel Druck mit der Wärmeentwicklung sehr aufpassen.
      Der Grund dass ich Vsm weiterverwende ist der Preis und die Flexibilität des Gewebes, sind sie frisch, sind sie schön scharf und wenn man erst mal eine Runde nur Padouk( oder nur Holz) damit schleift halten sie auch etwas länger....wenn jedes Band und jede Körnung hat ihren speziellen Job halten die länger durch.
      (Durch die Streuung sind sie angeblich nur für Metall gedacht, aber wer hat schon spezielle Bänder(offene Streuung für Holz) nur für die Arbeit am Griff...und ausserdem halte Bänder für Holz gar nichts aus...Standzeit absolut null)

      Die absolut besten Bánder sind die Cubitron von 3M.....die sind sehr teuer(1 Korn 36 kstet über 20€)...aber die halten enorm lange.Sogar bei TNT geht lange einiges.
      Die lohnen sich in der Tat....kosten das Doppelkte aber halten 4-5 mal so lange.Unterm Strich und auf die Dauer sind die also billiger...ist wie mit allem Werkzeug, Hochleistung hat ihren Preis.
      Von denen habe ich nur K36 und K80 im Einsatz, das was ich am meisten brauche....den Rest an Arbeit schaffen die VSM-Memmen dann schon.

      also versuch mal Cubitron, dann hast Du nur noch das Dilemma dass Du nicht weisst wann Du sie wegschmeissen sollst...auch wenn sie für einen sauberen Schliff dann irgendwann zu stumpf sind, schruppen die weiter bis in die nächste Steinzeit....die halten dann fürs Grobe nahezu ewig.

      Gruss Daniel :greenalien:
      8|

      messerboll.net
      messerboll@gmail.com
    • Stimme da Daniel voll uns ganz zu. So richtig befriedigend ist die Sache mit Schleifbändern nicht. Ich scheue auch immer den Preis der Cubitron und finde da nie ein Angebot. Im Augenblick bin ich mit den XK 870 von VSM in K 36 recht zufrieden. Die k40 taugen kaum und die k36 ziehen deutlich länger. Die habe ich im 10erPack aus der Bucht für 90 €. Die nehme ich auch für alles. Ich nehme immer erst ganz neue für Griffe, dann für harte Klingen dann für Weicheund dann immer noch zum Schruppen von Puddeleisen am senkrechten Band. Die Cubitron halten dann so lange, dass mir immer die scharfen Bänder für Griffe ausgehen. Daher jetzt auch die VSM, da ich auch immer wieder ganz frische brauche. Ist immer eine Überwindung Bänder weg zu werfen.

      Die von Dir genannten hatte ich mal in K 120. gleiches Problem. Da ist noch viel drauf und die nehmen nix mehr ab.

      Gruß Thomas
    • Danke für die Antworten, das hilft schonmal ein ganzes Stück weiter. Ich hätte nicht gedacht, dass die Unterschiede bei den Bändern so groß sind. Die Cubitron haben mich im Preis wirklich abgeschreckt, ich mach das ja nur hobbymäßig, aber ich werde mir wohl mal welche zulegen. Welche Bandgeschwindigkeiten fahrt ihr denn bei den Cubitron?
      Und weil ich gerade mal geguckt habe, sollte ich lieber Cubitron 777F oder Cubitron II 984F kaufen?
      Florian hat mich auch nochmal auf den Beitrag „Bänder auffrischen“ hingewiesen, den Steinpräparierer werd ich auch nochmal probieren.

      Grüße,
      Pierre

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Doerfler ()

    • Hallo

      Also wenn Du Dir Cubitron zulegst, musst Du aber auch Deine Schleiftechnik verbessern. Wie Du schon geschrieben hast, lässt Du den Bandschleifer volle Kanne laufen und gibst dann noch sehr viel Druck auf die Klinge.
      Bei mir verziehen sich die Klingen beim schleifen wenn ich das so mache.
      Ich Schleife bei Cubitron bis Korn 180 und geh dann zu den Trizact Bändern bis A45.
      Die Tricakt Bänder Runde ich an den Kanten immer ein wenig ab (Steinpräperierer), ist besser beim Ricasso schleifen. Bei einer großen Klinge mit 6 - 7mm Flachstahl nehme ich immer frische Bänder. Bei kleineren Klingen geht auch mit einem gebrauchten Cubitron Band noch genug was weg. Für Griffe nehm ich die gelben Vsm Bänder Gx712F.

      Gruß Florian
    • Hallo Pierre,

      Jeder hat da so seine eigene Technik beim Klingenschleifen. Auch mein Bandschleifer hat den Motor hinten (Wolf-Grinder, allerdings stark modifiziert). Früher habe ich auch den Fehler gemacht, die ganze Klinge aufzulegen. Weil durch die große Anpressfläche kaum was wegging, habe ich die Drehzahl recht hoch gewählt. War dann auch nicht besser, dazu wurde die Klinge sehr heiß.

      Aber gerade für Küchenmesser ist ein Kontaktrad nicht so gut. Ich verwende eine Senkrechtschleif-Vorrichtung mit 2 Umlenkrollen und dazwischen eine Platte. Vor der Platte in genau 90° eine Schleif-Auflage (die steht also horizontal).

      Das Maß der Dinge sind die Cubitron 2 für mich.

      Um viel Material abzutragen nehme ich niedrige Bandgeschwindigkeit, relativ hohen Anpressdruck und relativ wenig Anpressfläche. Dann machen die Cubitron 2 richtig gehend Späne (nicht nur Staub). Und immer gut kühlen.

      Viele Grüße

      Gerhard
      GEHAWE.DE
    • GeHaWe schrieb:

      Hallo Pierre,

      Jeder hat da so seine eigene Technik beim Klingenschleifen.

      Aber gerade für Küchenmesser ist ein Kontaktrad nicht so gut.
      Richtig, jeder hat seine eigene Technik beim schleifen.
      Deshalb lege ich hier ein Veto ein, :greenwink: ....meiner Meinung nach ist das Kontaktrad ist bei grossen Klingen(z Bspl. Parangs) und beim Küchenmesserklingen schleifen absolut genial.
      Alle Flachschleifauflgen tragen viel wärmer ab.Grosse Kontaktfläche auf harter Unterlage gibt natürlich immens Reibung und oft auch den Verzug bei grossen, dünnen Klingen
      Das Kontaktrad(mittelhart) schleift kühl und trägt enorm ab.Man fegt(Schwert fegen) diagonal und muss nur aufpassen auf die Zuggeschwindigkeit, zu langsam oder gar nicht gibt Dellen ins Schliffbild.Hier ist mit wenig Tempo zu schleifen sehr angenehm und auch produktiv.
      Diese Technik(auf Steinen) ist uralt und sehr effizient.
      Hat man wirklich grosse, lange Klingen wie Schwerter, Kurzschwerter und diverse Kümesser merkt man das am schnellsten... und da gebrauchte Bänder in der Mitte meistens stumpfer sind als am Rand, muss man im Planbereich genauso auf Aufsetzer und Dellen aufpassen....
      Mein alter Wolfmaster hat zwei Geschwindigkeiten, 1400 und 2800 u/min.Die meisten Bänder sind auch für diese Geschwindikeiten ausgelegt.
      Ich schleife meistens Klingen mit 1400.Wenn die Schärfe der Bänder nachlässt und es ist notwendig, gehe ich kurz hoch auf die eigentliche Geschwindigkeit .
      Der Hauptgrund warum ich nicht gleich 2800 schleife ist weniger Lärm und mehr Kontrolle in Abtrag und Temperatur.
      Wenn Bänder mit langsamerer Geschwindigkeit und hohem Anpressdruck beansprucht werden verändert das die Resultate in Standzeit und Schliffbild, es wird dynamischer und individueller.

      Cubitro 777F sind Keramik gebunden und auch sehr hoch in der Standzeit.Ich hatte die mal aber die Ränder schälen sich hoch, besonders wenn die Bänder neu sind.Das hat brutale Dellen gemacht.
      Ob das vom konfektionieren kommt oder die Keramikbindung zu stark ist fürs Gewebe weiss ich nicht, die sind für das feine kontrollierte schleifen das beim Messermachen erforderlich ist, für mich ungeeignet.

      Gruss Daniel :greenalien:
      8|

      messerboll.net
      messerboll@gmail.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von messerboll ()

    • Wow, vielen Dank für die ausführlichen Antworten, dass hilft mir viel weiter. Ich werde mir jetzt erstmal paar Cubitron II Bänder besorgen und dann mal probieren. Eine Schleiftechnik muss ich mir erst noch erarbeiten.
      Ich überlege auch ob ich mir den jetzigen Bandschleifer umbaue, dass die ebene Fläche senkrecht steht oder ob ich mir einen neuen Bandschleifer zusammenbaue. Das Problem bei meinem Bandschleifer ist halt, dass ich das Band nur im Bereich vom Kontaktrad zu den Seiteb weiter rauslaufen lassen kann.

      Grüße,
      Pierre
    • messerboll schrieb:

      Deshalb lege ich hier ein Veto ein, :greenwink: ....meiner Meinung nach ist das Kontaktrad ist bei grossen Klingen(z Bspl. Parangs) und beim Küchenmesserklingen schleifen absolut genial.
      Alle Flachschleifauflgen tragen viel wärmer ab.Grosse Kontaktfläche auf harter Unterlage gibt natürlich immens Reibung und oft auch den Verzug bei grossen, dünnen Klingen
      Das Kontaktrad(mittelhart) schleift kühl und trägt enorm ab.Man fegt(Schwert fegen) diagonal und muss nur aufpassen auf die Zuggeschwindigkeit, zu langsam oder gar nicht gibt Dellen ins Schliffbild.Hier ist mit wenig Tempo zu schleifen sehr angenehm und auch produktiv.
      ...
      Hat man wirklich grosse, lange Klingen wie Schwerter, Kurzschwerter und diverse Kümesser merkt man das am schnellsten... und da gebrauchte Bänder in der Mitte meistens stumpfer sind als am Rand, muss man im Planbereich genauso auf Aufsetzer und Dellen aufpassen....
      Mein alter Wolfmaster hat zwei Geschwindigkeiten, 1400 und 2800 u/min.Die meisten Bänder sind auch für diese Geschwindikeiten ausgelegt.
      Ich schleife meistens Klingen mit 1400.Wenn die Schärfe der Bänder nachlässt und es ist notwendig, gehe ich kurz hoch auf die eigentliche Geschwindigkeit .
      Der Hauptgrund warum ich nicht gleich 2800 schleife ist weniger Lärm und mehr Kontrolle in Abtrag und Temperatur.
      Wenn Bänder mit langsamerer Geschwindigkeit und hohem Anpressdruck beansprucht werden verändert das die Resultate in Standzeit und Schliffbild, es wird dynamischer und individueller.

      Cubitro 777F sind Keramik gebunden und auch sehr hoch in der Standzeit.Ich hatte die mal aber die Ränder schälen sich hoch, besonders wenn die Bänder neu sind.Das hat brutale Dellen gemacht.
      Ob das vom konfektionieren kommt oder die Keramikbindung zu stark ist fürs Gewebe weiss ich nicht, die sind für das feine kontrollierte schleifen das beim Messermachen erforderlich ist, für mich ungeeignet.

      Gruss Daniel :greenalien:
      Na ja, das würde ich jetzt etwas relativieren. :greenbiggrin: Daniel - Du läufst da außer Konkurenz! Profis wie Du können damit wahrscheinlich Wunder wirken :wave: , aber wir Normalsterblichen sind bei Küchenmesser eher mit einer Senkrechtschleifvorrichtung und viel Zeit unterwegs.

      Die Cubitronbänder stumpfe ich an den Rändern immer etwas ab, dann legen sie sich auch besser um. Und der Wolfmaster ohne Frequenzumrichter - das traue ich mich nicht. Aber mit sehr langsamer Geschwindigkeit bin ich von den Cubitron-2 echt begeistert. Sehr hohe Abtragsleistung bei sehr hoher Standzeit und sehr wenig Wärmeentwicklung. Das Finish mache ich dann mit anderen Bändern ... und dann halt von Hand.

      Grüße aus dem verregneten Schwabenländle

      Gerhard
      GEHAWE.DE
    • Neu

      Hallo Community,

      mit den Cubitron habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht, kann ich aus meinen Erfahrungen auch nur empfehlen (alles weitere dazu steht schon oben).
      Mit den Trizact bin ich auch sehr zufrieden, die haben bei mir auch eine immens lange Standzeit. Einziger Wermutstropfen ist, wie auch schon erwähnt wurde, die Hitzeentwicklung beim Schleifen, da muss man wirklich verdammt aufpassen. Ich arbeite trotzdem gerne und viel mit diesen Bändern, aber nur bei Stahl, für alles andere finde ich sie ungeeignet. Wie bei so vielen Dingen hängt mMn auch bei den Schleifbändern sehr viel von der eigenen Arbeitsweise und den eigenen Vorlieben ab - da hilft leider fast nur selbst etwas Neues zu probieren, ein neues Band zu kaufen und selbst auszuprobieren, ob man damit die erwarteten Ergebnisse hin bekommt.

      Zum Thema Schleifbänder möchte ich auch eine Frage in die Runde stellen: verwendet hier jemand die Bänder mit gewelltem Rand (siehe Foto)? Bzw. weiß jemand, ob und wo man diese im deutschsprachigen Raum beziehen kann? Für die Griffbearbeitung sollen diese ja sehr gut sein, da der gewellte Rand nicht ins Material schneidet. Es gibt amerikanische Händler, die diese Bänder führen, aber vielleicht gehts ja auch einfacher.


      Danke und LG
      Dieter
    • Neu

      Wellenschnittbänder muss man sich anfertigen lassen, bei VSM, Hermes, usw...die können das eigentlich alle. Ich nehme keramische Wellenschnittbänder (XK870F) von VSM in K120 und K240 um den Übergang zum Ricasso zu schleifen. Damit geht es einfacher einen schönen Radius zu bekommen und vereinfacht auch das anschließende Handfinish.

      Viele Grüße,
      Rafael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RG-Art ()