Ein buntes Potpourri an Küchenmessern

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    • MISONO UX10 "reloaded"

      Servus,

      heute serviere ich mal ein Serienmesser aus Japan, für den westlichen Markt bestimmt, dass ich an meine damaligen Vorlieben habe anpassen lassen:
      MISONO UX10 "reloaded"

      das UX10 ist das Flaggschiff von Misono. Aus dem Stahl wird ein Geheimnis gemacht, aber es wird AEB-L oder 13C26 sein, Sandvik oder Uddeholm, ein Schwedenstahl halt. :D

      Jürgen Schanz hat mir das umgeschliffen und aufpoliert, dass Ergebnis war beeindruckend:

      Bilder.....











      Gruß, cato
      Nichts ist gelber als das Gelbe selber. :D
    • Kamo-To-Santoku 180mm reloaded

      Servus,

      heute präsentiere ich euch das japanische Messer, dass meine Faszination für einen leichten Schnitt nachhaltig ausgelöst hat und an dem sich auch heute noch alles was bei mir aufschlägt messen lassen muss:

      Kamo-To-Santoku 180mm reloaded
      reloaded, weil ich nachträglich alle Kanten gebrochen, geglättet und poliert habe....
      Es hat den legendären konkaven Anschliff der an großen, im Wasserbad laufenden Schleifrädern entsteht, an dem der Meister mit krummen Rücken, tief gebeugt und mit klammen Fingern schleift. ;) Das Ergebnis ist eine unfassbar dünn ausgeschliffene Schneide/Geometrie, die bei richtiger Anwendung ein Schnitt zulässt, der einem staunend den Kopf schütteln lässt. Die Tür, in die Welt der extremen Klingengeometrien/Schliffe war danach offen..... :happy:



      So schaut das nach dem polieren aus:



      Und so das ganze Santoku:









      Hier noch mit dem zur Serie passenden Kenyo:



      180mm feinster Schnitt beim Santoku und 220mm beim Kenyo.

      Diese Serie wird schon seit über 10 Jahren nicht mehr hergestellt, Kamo hat vor gut zwei Jahren eine Neuauflage gestartet, die aber nicht annähernd an das damalige Original rankommen sind. So ist die Kamo-To-Serie auch zu einer Sammlerserie geworden, wenn man auf japanische Schneidwaren steht. Diese beiden Schmuckstücke habe ich noch immer im Einsatz.
      Schneidlage ist Aogami II, der Flankenstahl ist rostendes Eisen.

      Gruß, cato
      Nichts ist gelber als das Gelbe selber. :D
    • Servus,

      heute mal ein kurzer Abstecher in die Welt der japanischen Manufaktur-Laser....

      Die bekanntesten Wa-Monostahl-Laser unter den Kochmessern kommen von Ashi, Konosuke, Suisin ( SIH ) und Sakai Yusuke. Die große vier teilen sich fast den gesamten japanischen Markt an dünnen Gyutos. Dabei gibt es immer wieder Laser die unter anderem Label auftauchen aber meistens Ashi zuzuordnen sind. JCK bietet seine Eigenmarke unter dem Label Fu-Rin-Ka-Zan an und diese kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Manufaktur von Ashi.

      Von den großen vier sticht geometrisch Sakai Yusuke hervor und ist für mein Verständnis den König unter den Serienlasern. Erhältlich in mehreren Varianten von "extra flat" bis "extra thin" über "extra harden" ist alles drinnen.

      Schneidfähigkeit und Fertigungsqualität ist überragend und bedarf auch für einen Freak kein extra Tuning. Wer sich mit dem Gedanken trägt einen top-Laser zu kaufen, dem sein Yusuke ans Herz gelegt. Einzig der Werksschliff/Schneidfase ist unter dem Mikro nicht schön gemacht, aber das könnte Serienstreuung sein und da möchte ich mir kein endgültiges Urteil anmaßen.

      Ab ca. 240,- Euro für ein 210er Gyuto gehts los.....

      Hier ein schon sehr schwer zu bekommendes Gyuto mit Cremezwinge und Ebenholzgriff...













      Wer so eine Klinge gegen seine Haushaltsmesser antreten lässt, bekommt rasch ein Gefühl dafür, was Geometrie kann und welche enorme Bedeutung sie beim Schneiden harter Lebensmittel hat. :D

      Gruß, cato
      Nichts ist gelber als das Gelbe selber. :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cato ()

    • Servus,

      weiter gehts mit einem seltenen Japan-Umbau, einem Yoshimitsu AS. Yoshimitsu's sind in Europa so gut wie nicht verbreitet und bei CKTG in den USA zu beziehen. Kostet 299,95,-Dollar ohne Zoll, Steuer und Porto.

      Ich zeige ein 210er AS Gyuto mit einer verbesserten Geometrie und einem Westerngriff aus Grenadill und Kupfer. Ein wunderbarer dunkler Laser mit einem traumhaft leichten Schnitt













      Gruß, cato
      Nichts ist gelber als das Gelbe selber. :D
    • Neu

      Das erste und das letzte Messer sind für mich die schönsten, die sehen schon so wunderbar gebraucht aus.
      Wenn ich diese Messer in meinem Bekanntenkreis zeige, bin ich richtig enttäuscht. Da tummeln sich keine Leute, die diese Messer schätzen können, für sie sehen die Messer einfach nur unappetitlich und vergammelt aus. Für mich ist diese Patina einfach nur schön.
      Eigendlich wollte ich solch rostende Messer u. A. zum verschenken bauen aber bei meinen Leuten kann ich damit keinen Blumentopf gewinnen, schade. So muss ich die Messer nur für mich bauen.

      Gruß
      Peter
    • Neu

      Sorry,

      aber bei mir geht es bei Küchenmeser um mehr als um irgendwelche optische Bearbeitungsspuren!

      Es zählt nur der Gebrauch und das Händling sowie die Schnitthaltigkeit der Klingen.

      Deswegen sind die eingezogen...........

      Aktuell die für mich besten im Westen erhällichen Küchenmeser!


      Gute Zeit.


      Gruß

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stilzkin () aus folgendem Grund: Link zu Bildern auf externen Server wurde entfernt. BC-Regeln lautet, dass Bilder auf den BC-Server hochgeladen werden sollen.

    • Neu

      kafka* schreibt:



      Sorry,
      aber bei mir geht es bei Küchenmeser um mehr als um irgendwelche optische Bearbeitungsspuren!


      Das ist bei mir nicht anders aber ich würde mir kein Messer bauen oder kaufen das ich hässlich finde.
      Ich mag eben gebrauchte und alte Dinge denen man seine Arbeit ansieht, ist halt Geschmacksache.

      cato stellt hier verschiedene Messer vor und ich gab meine Meinung dazu ab weil sie mir einfach gefallen. Das es wohl gute Messer sind, brauche ich bei meinem Beitrag nicht extra zu erwähnen, steht alles in der Beschreibung.

      Auch ich möchte Messer aus gutem Stahl aber sie sollen mir auch gefallen. Das ist mit Werkzeug nicht anders. Ich habe keine Gabelschlüssel aus dem Baumarkt, ich habe Haz.. oder Ged...
      Da macht mir das Arbeiten einfach mehr Spaß, wie mit Messern auch.



      Es zählt nur der Gebrauch und das Händling sowie die Schnitthaltigkeit der Klingen.

      Natürlich soll der Stahl gut sein. Aber ich frage mal, wenn dein Nakiri und Gyuto potthässlich wäre und einen Plastiggriff hätten, hättest Du sie dann auch gekauft nur weil sie einen tollen Stahl haben oder spielt da nicht doch ein bischen die Optik eine Rolle?


      Aktuell die für mich besten im Westen erhällichen Küchenmeser!

      Diese Aussage kann für einige Diskussionen sorgen. Die Messer haben einen sehr harten pulvermetallurgischen Stahl, ZDP-189 was das Nachschärfen nicht unbedingt leichter macht. Ich persönlich bevorzuge es, wenn ein Messer auch schnell wieder scharf ist. Ob es der richtige Stahl für die Küche ist, mit sehr kleinem Schneidwinkel, bzgl. ausbrechen, ich würde dafür meine Hand nicht ins Feuer legen

      Gruß
      Peter

    • Neu

      Servus,

      kafka* schrieb:

      Sorry,

      aber bei mir geht es bei Küchenmeser um mehr als um irgendwelche optische Bearbeitungsspuren!

      Es zählt nur der Gebrauch und das Händling sowie die Schnitthaltigkeit der Klingen.

      Deswegen sind die eingezogen...........

      Aktuell die für mich besten im Westen erhällichen Küchenmeser!


      Gute Zeit.


      Gruß
      das Spektrum an exzellenten Kochmessern ist eigentlich unfassbar. Es gibt viele etablierte Macher, Hersteller und Manufakturen die Kochmesser fertigen, dass einem in wirklich jeder Hinsicht der Mund offen bleibt. Da stimmt einfach alles und das für jeden Geschmack. Wenn man das nicht kennengelernt hat, ist man schnell von einem bestimmten Stahl oder Hersteller/Macher begeistert. Diese Begeisterung verliert sich rasch, wenn man seinen Messerhorizont stetig erweitert.

      Hier ein paar Links zum Anschauen, die allesamt Messer zeigen, die wirklich in vielerlei Hinsicht besonders sind:

      Xerxes

      BloodRootBlades

      Kamon Knives

      Watanabe Blades

      Das sind nur einige von vielen exzellenten Machern, von den Jungen hungrigen Machern die Nachrücken und die gnadenlos präzise arbeiten Hobbyisten und Freaks aus anderen Foren ganz zu schweigen. :D

      Die Welt der Kochmesser ist extrem in Bewegung und aus meiner Sicht schon lange keine kleine Nische mehr für Freaks, sondern ein innovativer Messerzweig der immer größer wird.

      Gruß, cato
      Nichts ist gelber als das Gelbe selber. :D