Handfinish - Kanten erhalten, nur wie ?

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    • Handfinish - Kanten erhalten, nur wie ?

      Nachdem mir seit einigen Tagen zu meinem großen Vergnügen ein 50 x 2000-Schleifer zugekommen ist, habe ich eine Klinge geschliffen, wie nie zuvor. Das ist schon ein sehr anderes Arbeiten, als mit dem Baumarktschleifer von vorher.

      Ich bestellte Bänder, nahm einen 6,5 mm Prügel aus SB1 Niolox und habe etwas recht grobschlächtig Wirkendes gemacht. Da hat man etwas in der Hand, wird sicher später einmal Spaß machen, das Ding. Jetzt ist es noch roh, so wie aus dem Schleifer gefallen und mit ein paar überflüssigen Kratzern daran.



      Seit ich den Schleifer habe, denke ich darüber nach, daß es wohl möglich sein müßte, die Klinge komplett darauf zu finishen und sich einen Haufen Zeit zu sparen. Diese Versuchung keimt immer wieder in mir auf, vor allem, nachdem ich mit Trizact 65 (entspricht wohl P280) über die Primärfase ging und sie recht gleichäßig aussah.

      Andererseits bin ich mit dem Schleifer noch nicht routiniert genug, es sind einige Fehler drin, die ich immer gerade noch so rechtzeitig bemerkt habe, daß ich sie korrigieren konnte. Also doch Handfinish, was bei einer Vorbereitung dieser Art ja schon erheblich einfacher sein sollte, als bei meinen bisherigen Methoden. Jetzt kommt das große Aber:

      beim Handschleifen nehme ich einen Klemmbacken aus einem Maschinenschraubstock (das ist im Grunde einfach nur ein flacher Quader vielleicht 7 x 25 x 55 mm Stahl), lege Schleifmittel unter und ziehe hin und her. Aber sofort, nach nur wenigen Zügen sind unweigerlich die präzisen Kanten verrundet, die vom Maschinenschliff stammen. Ich bekomme es ums Verrecken nicht hin, diese Vernudelung zu vermeiden. Mir ist schon klar, daß es zum Teil am Schleifmittel liegt, das sind Schleifleinen von Hermes, die recht weich sind und sich dem Untergrund etwas anpassen. Aber selbst mit dünnem, harten 1200er Naßschleifpapier bekomme ich die Kanten verrundet. Gibt es irgend einen Trick, ein handwerckliches Wissen, auf das ich nicht komme ? Soll man sich mit verrundeten Kanten als unvermeidlich und sogar ganz schön aussehend abfinden ?

      Ich habe mir schon überlegt, von Hand plan die Oberfläche zu verschönern und dann am Schluß jede Seite der Fase noch einige wenige Male durch den Schleifer zu ziehen, um die vernudelten Kanten auf diese Weise wieder zu restaurieren. Aber was ist, wenn die Anlaßfarbe und leichte Mattigkeit von der Wärmebehandlung weg soll, da geht es ja von vorne los. Ich bin da etwas ratlos und wäre für sachdienliche Hinweise sehr dankbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BLB Blades ()

    • BLB Blades schrieb:



      Seit ich den Schleifer habe, denke ich darüber nach, daß es wohl möglich sein müßte, die Klinge komplett darauf zu finishen und sich einen Haufen Zeit zu sparen. .

      Andererseits bin ich mit dem Schleifer noch nicht routiniert genug, es sind einige Fehler drin, die ich immer gerade noch so rechtzeitig bemerkt habe, daß ich sie korrigieren konnte. Also doch Handfinish, was bei einer Vorbereitung dieser Art ja schon erheblich einfacher sein sollte, als bei meinen bisherigen Methoden. Jetzt kommt das große Aber:

      Gibt es irgend einen Trick, ein handwerckliches Wissen, auf das ich nicht komme ? Soll man sich mit verrundeten Kanten als unvermeidlich und sogar ganz schön aussehend abfinden ?

      Es gibt eine Menge! Tricks und handwerkliches Wissen auf das Du nicht kommst.
      Wie solltest Du auch?
      Dies ist ein jahrhunderte altes Handwerk, manifestiert durch Erfahrung und den Fleiss von einer unzähligen Menge an Handwerkern die sich fleissig! bemüht haben dieses Wissen zu sammeln, manifestieren und weiterzugeben...deren Fleiss und Zeit ermöglicht uns heute darauf aufzubauen.
      Natürlich gibt es Mattierbänder.Die sind für Maschienen-Finish gedacht.
      Diese Bänder brauchen aber guten Vorschliff sonst sieht es nicht wie ein Finish aus....son Scheiss aber auch, was?
      Das Problem liegt anderswo....Du sprichst öfter von "Zeit sparen", ....ich frag mich was Du vom Messermachen erwartest....das man einfach Tricks und Dinge gesagt und gezeigt bekommt und dann geht das einfach so?....
      Sich hinstellen und einfach können...?...das ist Handwerk und kein Konsumwerk.
      Du hast, wenn ich das mal ganz frei und positiv(in Deinem Interesse) bemerken/sagen darf, in meinen Augen ein massives Fleiss-Problem.
      ....ohne Fleiss keinen Preis.
      Hand oder Maschienen Finish ist nur in Aussicht mit: Fleiss!
      nichts davon geht schnell....das hab ich Dir schon einmal gesagt, hat aber scheinbar nichts gefruchtet und wurde von Dir auch scheinbar nicht angenommen.
      das muss man fleissig üben und man muss sich mit der Materie auseinander setzen....sich durchbeissen, Zeit und Fleiss investieren, Disziplin aufbauen auch wenns schwer ist....und wenns nicht hinhaut, dann nochmal und von vorne und immer wieder....!!
      ...und das scheinst du unbedingt umgehen zu wollen.
      Warum möchtest Du Messer machen?.....frag ich mich allen Ernstes. :greensceptical:
      bei allem verfügbaren Respekt
      Gruss Daniel
      8|

      messerboll.net
      messerboll@gmail.com
    • Servus
      ich hab mir in der Werkstatt einen Zettel an die Wand gehängt !

      Von der Stirne heiß , rinnen muß der Schweiß , soll das Werk den Meister loben . . . .

      Ich bewundere die Messer von "Nick Wheeler" , schau dir mal auf You Tube die Videos von ihm an , was der für einen Aufwand beim Finish treibt .

      Gruß Norbert vom Neckar
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von no bird ()

    • Ich bin mit ein paar Messermachern befreundet, die man gut und gern als Profis bezeichnen kann. Da geht schon auch mal ein Messer für 1 bis 2 Hinkelsteine über den Tresen.

      In deren Werkstatt findest Du die schönsten Maschinen! Aber zum Schluss geht´s immer an die Handarbeit, und zwar reichlich davon!

      Daniel hat das genau auf den Punkt gebracht! Also, nicht in den falschen Hals kriegen, sondern die Zeit in der Werkstatt geniessen!

      Gut Ding braucht Weile!

      Liebe Grüsse
      Canesplitter
    • Die ersten Klingen habe ich auch öfter mal vernudelt. Das passiert auch sehr schnell, wenn man das Schleifmedium nicht präzise führt, egal ob Leinen, Papier oder Stein. Bei deinen Bildern sieht es aber so aus, dass z.B. am Ricasso der Einsatz schon mit dem groben Band nicht gepasst hat. Das bekommt man mit nachgelagerten feinen Schleifmedien nicht mehr raus. Was man grob versaut, kann man fein nicht mehr ausbügeln :)

      Ich habe es aber so verstanden, dass du den Rohling vor dem Härten schon bis 1200 Feinheit schleifst? Das richtige Finish kommt doch eh erst nach dem Härten.

      Ich persönlich schleife eigentlich immer nur bis 320 vor und mache alles andere nach dem Härten.

      Dann kommt aber der von meinen Vorrednern schon viel erwähnte Fleiß zum Einsatz :)
    • Leute, entschuldigt meine Offenheit, aber ich bitte hie um Hilfestellung beim Handfinish, insbesondere, wie die präzisen Kanten beim Handfinish erhalten bleiben. Was ich nicht brauche, was vielmehr einigermaßen enervierend ist, sind allgemeine Lehren über Fleiß, ehrwürdige Handwerkskunst und das Herbeifabulieren von Problemen, die nicht existieren. Ich habe kein "Fleiß-Problem". Ich habe das Ziel, die Schleifkanten auch mit Handarbeit präzise zu halten.

      Auch ist am Ricasso nichts versaut, sondern er ist völlig konsistent. Es mag sein, daß das auf den Bildern nicht herauskommt, aber die problematischen Stellen sind woanders.

      Ich möchte einmal etwas Grundsätzliches sagen:

      Ich bin schon nicht mehr ganz jung und bin seit einigen Jahrzehnten selbständig. Einige, wenn nicht gar alle, die mir hier vom Fleiß vorschwadronieren, haben vermutlich noch ein paar Jahre zu ackern, bis sie mich eingeholt haben. Mir ist klar, daß ich noch neu in der Messermacherei bin und noch lernen muß. Das aber macht mich nicht zum Experimentierfeld für erzieherische Ergüsse der oben zu lesenden Art. Ich darf doch wohl bitten, ein gewisses Mindestmaß an Respekt zu wahren.

      Zur Sache selbst:

      Es ist allgemein bekannt, dass der Mensch auf Vereinfachung, Verbesserung sinnt. Dieser Motiv ist der Antrieb jeglicher technischen Entwicklung. Wenn ich eine perfekte Arbeit in 50 Stunden Arbeit mit viel von der Stirne rinnendem Schweiße erreichen kann, so richtet sich der Blick doch sogleich auf die Frage, ob und gegebenenfalls wie dasselbe Ergebnis in der halben Zeit erreicht werden kann. Oder benutzen die Priester des Fleißes hier keine Bandschleifer und andere technischen Vorrichtungen ?

      Zu der Frage, wie ein Gegenstand hergestellt wird, gehört auch die Überlegung, wie die Arbeit so gestaltet werden kann, dass sie hinsichtlich des Zeitablaufs optimiert ist. Jeder weiß, dass die Zeit ein wesentlicher betriebswirtschaftlicher Faktor ist. Nun bin ich kein gewerblicher Hersteller, sondern Hobbyist. Allerdings hindert mich dies nicht daran, dieselben Überlegungen anzustellen. Beim Hobbyisten mag die Optimierung Teil des Hobbys sein, vielleicht geht es um den Gewinn von Zeit, um drei anstelle eines Messers herzustellen, wer weiß das schon.

      Wenn ich also künftig eine Frage stelle, wäre ich außerordentlich dankbar, wenn jemand sich der Frage annehmen würde. Vielleicht findet sich ja noch jemand bereit dazu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von BLB Blades ()

    • BLB Blades schrieb:

      Ich bin schon nicht mehr ganz jung und bin seit einigen Jahrzehnten selbständig. Einige, wenn nicht gar alle, die mir hier vom Fleiß vorschwadronieren, haben vermutlich noch ein paar Jahre zu ackern, bis sie mich eingeholt haben. Mir ist klar, daß ich noch neu in der Messermacherei bin und noch lernen muß. Das aber macht mich nicht zum Experimentierfeld für erzieherische Ergüsse der oben zu lesenden Art. Ich darf doch wohl bitten, ein gewisses Mindestmaß an Respekt zu wahren.

      Auf diese Art und Weise wirst Du Dir hier nicht viele Freunde machen!
      Und ganz nebenbei - Du weißt sicherlich nicht, wie beispielsweise meine Lebensleistung oder die der anderen hier so ausschaut! Mit solchen Aussagen begibst Du Dich auf ganz dünnes Eis!
      Bevor Du für Dich Respekt einforderst, solltest Du diesen denen gegenüber zeigen, von denen Du Hilfe erwartest!
    • Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber wenn ich aber etwas schreibe, dann, um meine Überzeugungen auszudrücken. Wenn die Folge ist, daß ich mir damit Freunde mache, freut es mich. Wenn ich mir damit keine Freunde mache, ist das zwar zu bedauern, aber leider unvermeidlich. Zu meinen Gewohnheiten gehört es nicht, das, was ich sage auf die erhoffte Wohlgefälligkeit der Allgemeinheit auszurichten. Es wird sich zeigen, wie sich das, was ich geschrieben habe, auswirkt. Dir gefällt es offensichtlich nicht, aber - wie gesagt - ich hege gegen Dich keinen Unmut oder sonst etwas. Ich zweifle aber auch daran, daß ich mir den Zorn der Allgemeinheit zuziehe, nur weil ich hier einige Dinge klarzustellen versuche.

      Ich lasse es nicht an Respekt fehlen. Sieh Dir meine bisherigen Beiträge in diesem Forum an. Ich bin immer freundlich, meist sehr begeistert von den Arbeiten, die hier gezeigt werden und dankbar für die vielen Anregungen, die ich hier bekommen habe.

      Das aber, das ganz eingangs als erste Antwort in diesem Faden steht, geht schlicht zu weit. Es ist eine auf meine Person gerichtete Mutmaßung mit einer negativen Konnotation, die mit den Tatsachen nichts zu tun hat. Das kann nicht unwidersprochen bleiben, bei allem Respekt, den ich für den Autor habe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von BLB Blades () aus folgendem Grund: Tippfehler beseitigt.

    • Servus Rainhard
      ich möchte Dir nochmal sagen : schau Dir die Videos von dem US Messermacher Nick Wheeler an der baut Messer der Spitzenklasse ! ! !
      in seinen Videos zeigt und erklärt er jeden Arbeitsschritt auch die Werkzeuge mit denen er ein triple A Finish macht , ohne verrundete Kanten .
      Ich nehme zum Finish einen Messing und Alubarren 8x25x200 mm . Da drum wickle ich in der Mitte einen Streifen Schleifleinen **stramm** **wichtig**
      dann gleichmäßig über die Klinge schleifen , da verrundet bei mir nix . ah ja ich benetze Klinge und Schleifleinen mit WD40 .
      Ich hab auchb ein Mattierband für den Bandschleifer , das ergibt bei exakter Vorarbeit ein gleichmäßiges Finish , aber die Kanten verrunden leicht .
      Ich lege Dir nochmal Nick Wheeler ans Herz .
      Vielleicht hilft Dir das weiter ?!

      Gruß Norbert vom Neckar
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von no bird ()

    • Ich schaue ständig Videos, Nick Wheeler hatte ich noch nicht dabei, den werde ich aber auf jeden Fall nachholen, danke für den Hinweis.

      Und Deine Antwort hilft mir auf jeden Fall. Es ist ja so, daß ich alleine herumlaboriere und versuche, die nötigen Fertigkeiten aus Büchern, und dem Web zu erfahren, zu lernen und auszuprobieren. An Stellen, an denen mir abslut nichts mehr einfällt, frage ich halt.

      Oben meinte jemand, ich würde wohl die Klingen vor dem Härten bis 1200 finischen. Das ist nicht der Fall, ich gehe bis 400 oder 600. Die Anahme des Autors oben liegt wohl daran, daß ich dem Phänomen der Verrundung auf die Spur kommen will und angenommen hatte, daß es - zumindest auch - mit Dicke und Elatizität des Schleifmediums zu tun hat und das dünnste und unelastischste, was ich da hatte, war 1200er Naßschleifpapier.

      Ich kann auch beantworten, warum ich Messer mache: Weil es mich dahin getrieben hat. Es fängt damit an, daß ich mit 12 eine Klinge fand, die jemand aus einem Sägeblatt gemacht hatte, vermutlich kalt gefeilt, ich habe sie heute noch vor Augen. Und jetzt ? Erstes Messer mit Feile. Zweites Messer mit Bosch Hand-Bandaschleifer. Die folgenden mit China Baumarkt-Bandschleifer, jetzt 50 x 2000. Diese "Rationalisierung" und die Überlegung, wie man Qualität und Prouktivität zusammenbringen kann, macht mir einfach Freude.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BLB Blades ()

    • Ich schleife meine Klingen vor dem Härten bis zum Endfinish das heißt mindestens bis Korn 800 .
      Nach dem Härten nochmal mit 800er (rostfreier Stahl) , dann mit dem Mattierband schnelllaufend und in eine Richtung drüber und fertig ist die Laube .

      Gruß Norbert vom Neckar
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    • Hi Norbert, ich gestehe, daß ich heimlich auch schon einmal - aber nur einmal - eine rostträge Klinge zur WB geschickt hatte, die bis 1000 geglättet war. Das, nachdem ich gesehen hatte, daß die Klingen vor dort nur gelblich angelaufen und etwas matter aber zunderfrei zurück kamen.

      Die ganze Frage kommt ja daher, daß durch den maschinellen Schliff der Primärfase und den Schleifer, den ich jetzt habe, der Anschliff so schön definiert aussah, daß es mir leid täte, ihn durch manuelles Überschleifen wieder rund zu machen. Mir ist es im Augenblick und für dieses Messer völlig gleich, ob von Hand oder maschinell, ich will einfach die Kanten er- und behalten, die jetzt da sind.

      Wenn Du mit dem Mattierband drüber gehst und die Fase der Klinge nicht über die ganze Breite geht, so daß vom Messerrücken an zur Fase ein Teil plan und parallel mit dem Erl ist: Wie mattierst Du dann diesen Bereich mit dem Schleifer, längs oder quer ?
    • BLB Blades schrieb:




      Das aber, das ganz eingangs als erste Antwort in diesem Faden steht, geht schlicht zu weit. Es ist eine auf meine Person gerichtete Mutmaßung mit einer negativen Konnotation, die mit den Tatsachen nichts zu tun hat. Das kann nicht unwidersprochen bleiben, bei allem Respekt, den ich für den Autor habe.
      Na gut, damit meinst Du wohl mich...Du kannst mich schon beim Namen nennen, Daniel gefällt mir besser als Autor.
      Dieses um den Brei oder den Boll rumreden ist vollkommen unangebracht.
      Dass Du pikiert reagierst habe ich irgendwie befürchtet( man muss manchmal Risiken eingehen) und ist der Beweis dafür, dass Du das in den falschen Hals bekommen hast, oder wolltest....aber irgendwie hab ich keine Lust Dir das da wieder rauszuziehen und nicht vorhandene Wellen glätten.....
      Auch wir bzw ich waren höflich, kein Attacke auf Deine Person, keine beleidigende Retorik, einfach ehrliche Meinungen.
      Damit musst Du bei Deiner Wortwahl Dinge "klarzustellen" rechnen.
      Wenn Dir meine höflich geäusserten Vermutung des Fleiss-Problems zu weit geht, dann ist es halt in Gottes Namen so.

      Du möchtest, wenn Du künftig eine Frage stellst, dass man sich dieser auch annimmt, dann stelle Deine Fragen auch richtig.
      (Auch das hab ich Dir schon mal gesagt.)
      zum Beispiel diese Frage: " Soll man sich mit verrundeten Kanten als unvermeidlich und sogar ganz schön aussehend abfinden ?"
      ...was soll man auf so eine Frage antworten?....das ist einfach so was von überzogen und unsachlich...beste Antwort vielleicht: "Ja, finde Dich damit ab, das ist das Schönste was man fertigen kann."....

      Es erscheint mir persönlich eben so, dass Du Dinge können möchtest und die Wege, die wir gegangen sind nicht gehen magst.
      Dann finde das selber raus, finde Deinen eigenen "schnellen und zeitsparenden Weg" und frag in Zukunft besser nicht, die Antworten könnten Dir, bei Deiner Art zu fragen, abermals nicht gefallen .

      Keiner will Dich erziehen, am allerwenigsten ich(ich hab echt Besseres zun tun), der mit Jahrgang 62 auch nicht mehr so jung ist.

      Also komm wieder runter, oder nicht.....nimms an, oder nicht....das ist Deine Entscheidung.
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    • Hallo Daniel,

      ich reagiere nicht pikiert, sondern sachlich und vollkommen angemessen. In einem Punkt stimme ich Dir zu: Ich will Dinge können. Auch in einem weiteren Punkt bin ich gezwungen, zuzustimmen: Ich werde es wohl anders erlernen, als Du es erlernt hast. Das geht nicht anders, denn ich bin noch älter als Du und nicht in der Situation, es nach Art des Lehrberufs zu erlernen. Aber in einem dritten Punkt widerspreche ich: Du schreibst von den "Wegen, die wir gegangen sind". Da ich nicht annehme, daß der pluralis majestatis gemeint ist, steckt darin, alle hätten es auf bestimmten Wegen gelernt und Du sprächest für Sie.

      Würde das stimmen, wäre es aber auch wahr, daß es bei mir dann andere Wege wären. Aber eines ist gewiß: Welcher Weg auch immer, die erforderliche Arbeit nehme ich gerne auf mich und ich weiß schlicht zum Deibel nicht, wie jemand darauf kommen kann, daß diese Bereitschaft bei mir nicht vorhanden wäre. Da bist Du einfach über das Ziel hinausgeschossen. Was künftige Fragen und Antworten betrifft: Der Fragende kann lernen, seine Fragen präziser zu gestalten, aber auch der Antwortende kann lernen, Texte von Fragestellern zu interpretieren, keine voreiligen Annahmen zu machen und sich mit allgemeinen Verdikten über die Person des Fragenden ein wenig zurückzuhalten.

      Lass uns das nicht weiter vertiefen, meine anfängliche Frustration ist inzwischen verraucht. Du bist, was meine Vorstellungen und Ziele betrifft, im Irrtum gewesen und damit ist der Fall für mich erledigt, was meine Verstimmung betrifft.

      Reinhard

      PS: EInen Tip vielleicht, wegen der Kanten ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von BLB Blades ()

    • Welche Kanten meinst Du und wie verrundet meinst du ? ? ?
      Kannst Du mal ein Foto machen , vielleicht bist Du der Meinung verrundet und ich denke das ist gut ! ?

      Gruß Norbert
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen
    • Hallo Norbert, ich meine den Übergang vom flachen Teil einer Klinge zur Primärfase:



      Ich habe versucht, das zeichnerisch darzustellen, was ich mit "Verrundung" meine. Nach dem Bandschleifen sieht die Kante klar und definiert aus, wie eine Bügelfalte. Würde ich jetzt auf die übliche Art von Hand längs schleifen, würde die Stelle, an der die beiden Flächen aufeinanderstoßen durch eine Rundung vermittelt. So war es bisher immer. Man kann dann im Licht anhand der Reflektionen und Spiegelungen sehen, daß man da Flächen in unterschiedlichen Winkeln vor sich hat, aber der Übergang von einer Fläche zur anderen ist gemittelt. Das sieht dann so aus:



      Bei Klinge ganz oben habe ich angefangen, von Hand auf 320 zu gehen, danach wollte ich - wie üblich - 400 und 600 machen, aber schon nach den ersten Zügen hat sich gezeigt, daß die Kante verloren gehen und durch einen eher weichen Übergang ersetzt werden würde, Das war der Moment, in dem ich aufgehört habe und hier gefragt habe, wie man es schaffen kann, diesen Effekt zu vermeiden.

      Wie gesagt mit Schleifklotz, wohlweislich Metall, damit da nichts nachgibt. Also dachte ich anfangs naiverweise, es würden lediglich die Flächen geschliffen. Aber der Schleifvorgang reicht über die Kante hinaus und trägt sie nach und nach ganz offensichtlich ebenfalls ab. Das (und Möglichkeiten der Vermeidung) ist das Thema, um das es mir hier geht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BLB Blades ()

    • Hallo Reinhard,

      vielleicht sollte hier nicht noch mehr Öl ins Wasser gegossen werden, aber ich finde es sehr betrüblich solche Beiträge lesen zu müssen.
      Ich kann nur für mich sprechen aber ich habe mich vor ein paar Jahren vor allem deswegen für die Blade Community entschieden, weil sie sich im Umgang der Mitgliedern untereinander deutlich von anderen Foren unterscheidet.

      Für mich liegt der Reiz dieses Hobbys im Erwerb und Erhalt der handwerklichen Fertigkeiten und der Inspirationen die nötig sind um Messer anzufertigen die nicht von der Stange kommen und die in perfekter Handarbeit ausgeführt, den Beweis führen das hier eben keine Maschine mithalten kann. Ich bin froh das es Messerschmiede gibt die bereit sind, dieses Wissen zu teilen oder uns durch die Präsentation ihrer Werke zu neuen Wegen inspirieren.

      Vielleicht ist die Konversation hier einfach aus dem Ruder gelaufen, aber ich finde auch dass man sich bei Anfragen als Anfänger (und zu denen zähle ich mich auch noch) von einem Meister auch ruhig mal was sagen lassen darf. Du hast die Chance den Weg aufgezeigt zu bekommen oder eben nicht.


      Alex
      Blood, Sweat and Musclecat!
    • Der Meister irrt in meinem Fall. Wie ein Doktor, der gegen Grippe ein Blutdruckmittel verordnet. Ich denke und hoffe, daß er das nachvollziehen kann, denn ich habe mir ausreichend Mühe gegeben, es zu erklären. Man sollte Freunde nicht in ihren Irrtümern bestärken, das hilft ihnen nicht.
    • Hallo Reinhard,

      auf den Bildern kann man nicht sehen, in welche Richtung dein Handabzug geht, zumindest an den Scheidflächen ist kein längsabzug zu erkennen. Selbst wenn an der gezeigten Klinge eine leichte verrundung der Kante entsteht, kannst du doch an der planen Fläche die Kante wieder herstellen.....am einfachsten ist es natürlich, du ziehst den Anschliff bis zum Rücken...keine Kante kein Aufwand :greenugly:
      Ich mache den Längsabzug mit einem Stück Alu, 3 mm stark, nicht breiter als der Anschliff und knapp 140 mm lang, dann Spanne ich ein Stück Leder längs zum Ricasso und ziehe längs ab, wenn das Schleifleinen straff am Alu anliegt besteht kaum Gefahr das die Kante vernudelt. Wenn du das nicht freihändig hinbekommst kannst du dir eine Unterlage zb aus Holz, in der Klingenform machen, an welcher du die Hand führen kannst, dann bekommst du auch ein schön gleichmäßiges Finish.
      Und ja, Finish ist vor und nach dem härten, meine Rostfreien Klingen gehen meist mit Korn 1200 zum härten das spart mir die meiste Arbeit beim Finish. Ich hoffe ich konnte verständlich helfen.

      Gruß Mario
    • Hallo Mario,

      das hilft mir sehr, denn da sind zwei Ideen dabei, auf die ich nicht gekommen bin. Erst einmal, die Klinge dieses fette Teil, das ich mit dem neuen Bandschleifer gemacht habe, hat noch gar keinen Handabzug, weil ich beim Anfang sogleich diesen Verrundungseffekt bemerkte und wieder aufgehört habe. Das ist die Klinge ganz am Anfang dieses Fadens und die weiter unten mit dem türkisfarbenen Pfeil.

      Die verrundete ist eine andere, die habe ich längs abgezogen bis 2000, wenn ich mich recht erinnere, und dann am Polierrad geglättet, eigentlich nur ein Versuch, der aber ganz nett wurde. Vor dem letzten Handabzug hatte ich über vier Stufen im Kreuzschliff gemacht. Der eigentliche Abzug, das, was man am Schluß noch sehen können soll, ist längs.

      Auf den Gedanken, das Schleifmittel nur so breit zu machen, daß es nicht über die Kante geht, war ich nicht gekommen. Das mit dem Leder habe ich noch nicht ganz kapiert, längs zum Ricasso sozusagen wie ein Anschlag ?

      Vielen Dank erst einmal, das bringt mich weiter, glaube ich.

      Reinhard