Warzeschwein an Halbintegral - Bebildeter Werdegang

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    • Warzeschwein an Halbintegral - Bebildeter Werdegang

      Warzenschweinhauer ist offensichtlich ein Liebling - wunderschon in der Optik, gut zu bearbeiten und bietet aufgrund verschiedener Wuchsrichtungen viel kreatives Potential.

      Somit:

      1. Halbintegral aus 1.2833 und ein passendes, grosses Stück Warzenschwein zugeschnitten.
      Ich wollte möglichst viel des Warzenschweins erhalten haben. Also Rundungen, Wellungen, usw. Somit habe ich die Klinge an das Warzenschwein angepasst.



      Das Schmieden und der Grundschliff ist jetzt nicht mehr soooo spannend...das ist ja meist eine Fleiss- und Unterarmaufgabe. Das Finish liegt hier bei 220K, also schon brauchbar. Leider zu früh gefreut....denn das Finish wurde noch des öfteren nachgezogen.

      2. Einpassung des Erls in den Hauer: Das ist nicht ohne und sollte wie bei allen Bohrungen recht formschlüssig sein. Fehlt der Formschluss wird die Einpassung des Erls meist recht kotzig. Etwas 2K-Kleber hilft hier ungemein.



      Soweit so gut...der Hamon kommt ebenfalls schon recht gut raus. Bis dato passt mir die Form im Allgemeinen auch recht gut....recht gut heisst aber immer: Schaut ok aus, ist im Grunde aber Kacke. Naja....Linie und so.
      Deswegen den Rücken der Klinge leicht gebogen und den Recurve nach hinten gerader auslaufen lassen. "Ok, das passt jetzt schon besser"...zumindest bis dato.


      3. Ich komme voran. Viele schändliche Flüche liegen hinter mir:



      Der Erl ist formschlüssig eingepasst, die Struktur ist aufgezogen. Die Klinge fügt sich schön an den Hauer an. Vor allem im oberen, wichtigen Bereich. Desweiteren ist die Handlage echt gut, ich bin überrascht.

      Dann ist mir der erste Makel ins Auge gesprungen:



      Oberes Bild als alter Stand, unten der neue Stand. Kleinere Änderungen um Ricasso-Bereich und schon schaut alles anders aus. Desweiteren eine Fehlschärfe eingezogen, das Finish nochmal neu gemacht, weil verkratzt und den Daumenbereich komplett verrundet.

      4. Erl passte in den Griff, das Finish passte soweit, alles gerade und in der Flucht, Handlage gut. Fehlte noch die Endkappe.

      Puddel wollte ich nicht. Da der gesamte Aufbau des Messers schon recht gewagt ist, fiel die Wahl auf Moschus. Die Einpassung der Endkappe ging recht gut........und dann wollte ich die Hochzeit vollziehen. Passte ja alles. Aber, wie so oft:

      "Da könntest doch noch das Eck brechen", "Da auch noch...", "Oh, da fehlt noch ne Linie...", "Und her dann auch noch..." Usw usw usw.











      Somit wieder alles auf Start beimGriff, denn jetzt kommen noch einige Stunden Schleifpapier und Nadelfeile zum Einsatz.

      Jetzt habe ich zwar ein astreines Elbenmesser, aber ich finde Orks eigentlich viel geiler :)

      5. Wird fortgeführt...
      Bilder
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    • Vielen Dank an alle!

      Es ist wahrlich kein Messer für den ersten Blick. Ich selbst war mir beim Schmieden und Bauen des öfteren nicht ganz so sicher, inwieweit das dann final zusammen passt.
      Aber da die letzten Messer dann eher recht "normal" waren, musste jetzt mal was gewagtes her. Ich werde verrückt, wenn ich mich nicht hin und wieder kreativ austoben kann :)

      Ich habe das Glück noch einige echt grosse Warzenschweinhauer zu haben. Da würde sich auch ein relativ gerade Griff ausgehen, aber beim Schleifen blutet mir dann immer das Herz, wenn ich das schöne Material buchstäblich zerstäube.
      Von dem her werde ich noch das ein oder andere Haptik-Experiment mit den Hauern fahren, aber die Kurvigkeit bleibt auch bei zukünftigen Messern erhalten.