Zimmermannsbeil

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    • Zimmermannsbeil

      Hallo,

      ich habe diesem Moment so lange entgegengefiebert und endlich kann ich wieder mit dem guten Stück arbeiten. Eine Zimmermannsaxt mit einseitigem Anschliff rechts. Der Stiel ist diesmal komplett von mir, vom Aufspalten des Stammes bis zur endgültigen Form. Der Axtkopf hat eine ordentliche Entrostungskur hinter sich und einen neuen Anschliff bekommen. Zum Schluss noch die passende Schutzhülle und damit hätten wir es.

      Der Kopf wiegt ca. 964g, die Axt mit Stiel 1281g. Also was für's Unterarmtraining :D . Die Länge der Schneide beträgt ca. 12cm.

      Hoffe sie gefällt euch genau so gut wie mir.











      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo Frank,
      die ist klasse, da können die nächsten Schnitzprojekte getrost kommen :thumbsup: .
      Das Einzige was mich stören würde ist der kurze Abstand des Nagelziehers zum Stiel. Aber den muss man ja nicht nutzen.

      Viele Grüße
      Alex
      Blood, Sweat and Musclecat!
    • Hallo Alex,

      die Axt erleichtert es, durch den speziellen Anschliff, ungemein, aufgespaltenes Holz zu glätten, bzw. in Form zu bringen. Der Nagelzieher ist ein Nachteil, den ich hinnehmen musste. Den Axtkopf verändern kam nicht in Frage und mehr Platz zum Stiel ist kaum möglich, da das Auge recht weit nach hinten reicht. Ich hab die Lücke also bewusst so klein gehalten, dass man nicht mit der Hand dazwischen kommt und durch die Wölbung im Stiel greif ich sie eh ein Stück drunter. Da sollte also nichts passieren, der Nagelzieher ist total stumpf, hab ich dann so gelassen, da ich ihn eh nicht brauche.

      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo Frank,
      Gratulation zur gelungenen Restaurierung!
      Besonders klasse finde ich, dass Du den Stiel wirklich de facto von der Wiege auf gefertigt hast. Welches Holz ist das, Esche?
      Beste Grüße
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Hallo Rainer,

      vielen Dank! Der Stiel ist aus Esche. Der Baum stand in der Nähe des Hauses meiner Schwiegeroma und wurde auf Grund von Baumaßnahmen gefällt. Gut wenn die Verwandschaft am Bau beteiligt ist und somit hab ich was vom Stamm abbekommen. Am schlimmsten war das Warten, bis das Holz getrocknet war. Wenn es dann trocken ist, ist das Schnitzen schon eine Herausforderung. Der Stiel hat übrigens kein Schleifpapier gesehen, das Finish ist mit meinem neuen Lieblingswerkzeug entstanden, der Ziehklinge. Wenn man mal raus hat, wie sie zu schärfen ist, ein unverzichtbares Werkzeug.

      Ach übrigens, jetzt weißt du, wie sich das Axtvirus bei mir äußert. Es sind noch ein paar Axtköpfe da, die auf eine Wiederauferstehung warten :D .

      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo Frank,
      Superspannend!
      Das Thema Ziehklinge ist für mich auch neu aber ich habe beim Optimieren meiner Hultafors Spaltaxt mit einem scharfen Messer gearbeitet (inspiriert von diesem Video: youtu.be/MtycSBUtP0o ) und ich bin absolut begeistert von der „Ziehtechnik“ - allerdings braucht es auch da Übung, weil ich z.B. auf einer Seite Rattermarken in den Stiel gemacht hatte, wahrscheinlich habe ich das Messer nicht fest genug gehalten oder zu wenig, zu viel.. Druck ausgeübt.
      Für das Feld finde ich den Einsatz des Opinels wie im Video vorgeführt auch sehr interessant, was für Ideen es gibt - und so praktisch.
      Ich bin schon auf weitere Projekte von Dir gespannt!
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Hallo Rainer,

      das Video ist sehr aufschlussreich. Im Grunde nutzt er die scharfe Kante des Opinels als Ziehklinge. Aber der Grat nutzt sich ja irgendwann ab. Wenn du dich mit dem Thema Ziehklinge mal beschäftigen möchtest, kann ich diese Schärfhilfe nur wärmstens empfehlen. Da wird viel über die Schneidengeometrie und Wirkungsweise erklärt. Ich habe mir Ziehklingen in unterschiedlichen Stärken zugelegt und komme mit den dünneren (0,4mm) besser klar. Die hier sind super, recht klein, aber man kommt dadurch fast überall hin

      Die Ratterspuren können dir auch mit der Ziehklinge passieren, wenn du gegen die Faser arbeitest. Einfach in die entgegengesetzte Richtung ziehen, dann sollte es nicht mehr auftreten.

      Schönen Gruß
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von friluftslivet ()

    • Blaupfeil schrieb:

      Hallo Frank,
      Superspannend!
      Das Thema Ziehklinge ist für mich auch neu aber ich habe beim Optimieren meiner Hultafors Spaltaxt mit einem scharfen Messer gearbeitet (inspiriert von diesem Video: youtu.be/MtycSBUtP0o ) und ich bin absolut begeistert von der „Ziehtechnik“ ...

      friluftslivet schrieb:

      Hallo Rainer,

      das Video ist sehr aufschlussreich. Im Grunde nutzt er die scharfe Kante des Opinels als Ziehklinge. Aber der Grat nutzt sich ja irgendwann ab. Wenn du dich mit dem Thema Ziehklinge mal beschäftigen möchtest, kann ich diese Schärfhilfe nur wärmstens empfehlen. Da wird viel über die Schneidengeometrie und Wirkungsweise erklärt. Ich habe mir Ziehklingen in unterschiedlichen Stärken zugelegt und komme mit den dünneren (0,4mm) besser klar. Die hier sind super, recht klein, aber man kommt dadurch fast überall hin...
      Hallo Ihr Zwei,
      dem Virus bin ich ja auch erlegen und bin mir zwar sicher dass das Video in der BC schon mal gepostet wurde, aber was diese Nordmänner hier zeigen ist einfach der Wahnsinn und kann man nicht oft genug ansehen.
      Messer, Axt, Glasscherbe fertig :thumbsup:

      Viele Grüße
      Alex

      Blood, Sweat and Musclecat!
    • @axdamast Ja, das Video kenne ich. Er benutzt eine Glasscherbe zum Putzen des Stiels. Die Wirkungsweise der Ziehklinge ist eine ganz andere, schau dir mal die Schärfhilfe (Seite 3, da sagt er gleich was zum Thema Glasscherbe) an. Die Oberfläche mit der Ziehklinge ist aus meiner Sicht besser, da die Fasern nicht zerrissen, sondern geschnitten werden. Aber trotzdem ist es beeindruckend, mit welchen primitiven Mitteln da handwerkliche Quälität geliefert wird.

      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo,

      da das Werkzeugwiederbeleben kein Selbstzweck ist und an anderer Stelle mehr Bilder bzgl. WIP gewünscht waren, hier mal ein kleiner Einblick, wie sich die Axt für mein nächstes Projekt so macht. Knochentrockene Esche und die Standzeit der Klinge aus meiner Sicht extrem gut. Der Arm ist zwar grad etwas schwer, aber wie bereits geschrieben, spart man sich das Krafttraining :greenbiggrin: .



      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo Rainer,

      bin mir nicht sicher welche Fläche du meinst, die obere mit den Markierungen hatte ich im Vorfeld mit dem Zugmesser geglättet.

      Also diese Seite



      Diese Seite hier ist mit der Axt bearbeitet



      Dann geht's mit dem Zugmesser weiter.

      Also vielleicht zu viel der Ehre für meine Axtkünste ;) .

      Schönen Gruß
      Frank
    • Angefangen hab ich mit einem Scheit der eigentlich Feuerholz war. Den hab ich mit der Schindelspalthacke grob in ein rechtwinkliges Kantholz gebracht. Anschließend mit dem Zugmesser alles geglättet, dass ich ordentlich anzeichnen kann. Dann, wie du richtig erkannt hast, eingesägt bis kurz vor die angezeichneten Linien und dann mit der Axt in Form gebracht. Klar kann man auch mit der Axt gleich loslegen und sich der Linie nähern, aber manchmal reissen dann die Fasern aus und man ist schnell über die Markierung drüber, mit den Stoppschnitten kann man dem gut vorbeugen.

      Jetzt glätte ich das wieder und kann dann mit meiner Schablone die Konturen anzeichnen. Ich werd das nochmal mit Bildern zeigen, wenn das Projekt so weit ist.

      Schönen Gruß
      Frank
    • Also prinzipiel finde ich Auf- oder Umarbeiten immer geil.

      Es ist einfach toll, wenn man ein altes Werkzeug zu neuem Leben verhilft und das ist dir top gelungen find ich.
      Schande über mich, den tröt hab ich fast übersehen.

      Zum Holz kurz und knapp: Könnt ich gern ;( :D :D


      tschau torsten
    • Hallo Torsten,

      vielen Dank!

      Torsten Pohl schrieb:

      Zum Holz kurz und knapp: Könnt ich gern
      Da kann ich nur erwidern: Schmieden - könnt ich auch gern! Aber die Freizeit ist begrenzt und ob meine Nachbarn so tolerant wären? Ich bewunder immer deine Basteleien und ehrlich gesagt, verstehe ich bei vielem nur Bahnhof, aber trotzdem ist es immer spannend, was hier so auf die Beine gestellt wird.

      Schönen Gruß
      Frank