Angepinnt Axtvirus

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo,

      wenn man mit russisch/sowjetischen Äxten anfängt, dann muss man als Ossi auch mal nach Alteisen aus der DDR schauen und siehe da, gleich mal was schönes gefunden.
      Die Oberharzer Beilform fand ich schon immer ansprechend, hier ein Exemplar aus C60 Stahl. Der Hersteller ist vermutlich, auf Grund des Hufeisens, die Werkzeugfabrik Trept bzw. VEB Werkzeugschmiede Großschönau heute als Bison bekannt.

      Der Kopf hatte leichten Rost und noch Reste vom roten Originallack. Nach der Elektrolyse und ein bisschen Aceton sieht er jetzt erst mal so aus. Noch ein Stiel mehr, den ich zurechtzimmern muss.



      Schönen Gruß
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von friluftslivet ()

    • friluftslivet schrieb:




      ....Zwei Beile aus Sowjet-Zeiten eine ZIK von 1957 und eine Izhstal (GPZ) von 1973. Stahl ist U7 bzw. U8 Stahl (entspricht wohl ungefähr 1070 und 1080). Ist für eine Axt schon ein ordentlicher Kohlenstoffgehalt. Die Izhstal hat wohl nur in einem Lager der Armee einen Dornröschenschlaf gefristet und ist somit unbenutzt. Der Stiel sollte jeweils aus Birke sein. ...
      Hallo Frank,
      GPZ (ГПЗ kyrillisch?) kann "Staattliches Kugellager Werk" heissen. So pass auf, die Axt kann aus Kugellagerstahl gefertigt sein
    • Hallo,

      ja, mit der Angabe ГПЗ wurde sie verkauft. Lt. meinen Recherchen ist es aber eine Izhstal, was ein anderer Hersteller ist. Ich habe schon GPZ Äxte gesehen, die hatten einen Stempel auf dem Moskau angegeben war. Aber ich kann mich da in den russischen Foren nur mittels Übersetzer vorhangeln und daher sind die Angaben etwas vage :) . Der Stahl ist auf jedenfall U8 (Y8), Zusammensetzung kann man sich hier anschauen.

      Aber wenn es Kugellagerstahl gewesen wäre, dann ist das doch nicht schlecht oder?

      Schönen Gruß
    • friluftslivet schrieb:

      Hallo,

      ja, mit der Angabe ГПЗ wurde sie verkauft. Lt. meinen Recherchen ist es aber eine Izhstal, was ein anderer Hersteller ist. Ich habe schon GPZ Äxte gesehen, die hatten einen Stempel auf dem Moskau angegeben war. Aber ich kann mich da in den russischen Foren nur mittels Übersetzer vorhangeln und daher sind die Angaben etwas vage :) . Der Stahl ist auf jedenfall U8 (Y8), Zusammensetzung kann man sich hier anschauen.

      Aber wenn es Kugellagerstahl gewesen wäre, dann ist das doch nicht schlecht oder?

      Schönen Gruß
      Hallo,
      hast Du recht - GPZ und Izhstahl sind unterschiedlich. Nach meine Meinung, wenn es um U8 geht, Izhstahl ist besser. Kannst Du ein Bild von Stempel machen? Ich versuche die Axt genau identifizieren. Kugellagerstahl ist nicht schlecht, ja. Das konnte ШХ15 (SHKH15 - 100Cr6 - 1.3505 - aisi 52100) sein.
      Hier findest du Stempelkataloge von alle(oder fast alle) Werkzeugbauwerke UdSSR. Alles auf Russisch, sorry. forum.woodtools.ru/index.php?topic=47343.0
      UPD. Google Translate eingebaut, sorry. Die Seite kannst Du auch auf Deutsch gucken.
      LG,
      Max
      PS. Google uebersetzt Werke als Pflanzen, vorsicht! :D
    • Hallo Max,

      danke für den Link, das ist sehr hilfreich. Hab gleich auf Anhieb einen Stempel entdeckt, den ich bisher nicht zuordnen konnte.

      Hier mal ein Detailbild vom Stempel. Die Jahreszahl sollte 1973 sein, aber ist schlecht lesbar, die Stahlangabe Y8 passt aber.



      Wenn ich mit den Angaben über Google suche, dann finde ich z.B. das hier und der Stempel scheint zu passen.


      Wild Russian schrieb:

      PS. Google uebersetzt Werke als Pflanzen, vorsicht!
      und ich hab mich schon immer gewundert, was zur Hölle die meinen. Aber jetzt ergibt es Sinn :thumbsup: .

      Schönen Gruß
      Frank
    • Frank,
      ich habe fast vergessen...
      Wenn Du Izhstahl UPS findest - eine blau lackierte Axt, 80-e Baujahren - nimm!
      Die Bilder sind von hier.
      Ich will die auch, kann aber bis zurzeit nicht in gutem Zustand fuer normales Geld treffen
      Die Preise koennen im Bereich 20 - 50 Euro sein

      LG,
      Max
      Bilder
      • 1.jpg

        31,39 kB, 500×282, 5 mal angesehen
      • 2.jpg

        31,44 kB, 500×282, 5 mal angesehen
      • 3.jpg

        45,51 kB, 500×282, 3 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wild Russian ()

    • Hallo Max,

      das sind doch die Äxte die für die Baikal Amur Linie gebaut wurden oder? Zumindest hab ich mal eine bei eBay gesehen, aber der Preis war einfach zu hoch. Über einen Kopf mit so einem Stempel bin ich auch schon bei ebay-Kleinanzeigen gestolpert, aber da war ich leider zu spät dran und sie war schon verkauft. Hatte aber keinen Lack mehr, deshalb weiß ich nicht, ob es so eine war.

      Ein Preis zwischen 20-50 € wäre traumhaft, aber das ist von hier aus echt schwierig.

      Zu meinem leidigen Thema Billnäs/Kellokoski Axt aus Finnland bin ich auch noch nicht fündig geworden. Dafür ist mir bei eBay die hier über den Weg gelaufen. Die Schmiede ist in der Ukraine und es wird wohl 52100 Kugellagerstahl verwendet. Maximilian von WoodsmansFinest hat mit denen zusammen zwei Äxte entworfen und er scheint von der Qualität überzeugt. Also habe ich zugeschlagen. Wesentlich günstiger als bei etsy und ich hab mir Versand- und Zollkosten gespart. Der Vorbesitzer hat sich den Stiel personalisieren lassen, aber ansonsten ist sie unbenutzt und mit einer super guten Scheide ausgestattet.



      Schönen Gruß
      Frank
    • Die Form ist mir bisher jedenfalls noch nicht begegnet, aber ich bin an dem Thema auch erst seit ein paar Wochen dran und die Sowjetunion war ja bekanntlich groß ;) .
      Jedenfalls ein sehr schickes Geschenk und eine sehr schöne Kopfform.

      Schönen Gruß
      Frank
    • Hallo,

      aus der Reihe "Selbsthilfe für Dummies" - was tun, wenn der Hackstock ständig wandert, weil ihm Eigengewicht fehlt? Richtig, man nimmt ihn an die Leine :D .
      Ich möchte mir keinen größeren in die Werkstatt stellen, der Platz ist knapp und er muss daher mobil sein, aber das bringt den Riesen-Nachteil mit sich, dass er für die schweren Arbeiten zu leicht ist.

      Also hab ich es so gelöst:



      Schönen Gruß
      Frank
    • Moin Gemeinde,

      diese Woche hab ich mal das kleine Beil, welches ich vom Schrotti mitgebracht habe, restauriert!

      Es ist zwar klein, bringt aber mit Stiel etwas über 700g auf die Waage.

      Das Einstielen war hier diesmal ganz schön knifflig, da das Auge unten kleiner als oben ist. Da hieß es dann den Stiel oben nur soviel auszuarbeiten das er gerade so unten ins Auge passt, damit nachher oben nicht zu viel fehlt.
      Beilstiele in der Größe gibt es so gut wie gar nicht, da musste ich einen komplett umarbeiten.
      Ich hab ihm einen richtigen Nacken spendiert und den Schwung komplett umgestaltet.

      Eingekeilt habe ich mit Buchekeil den ich zusätzlich geleimt habe und zwei Rundkeilen.

      Der Stiel ist mit Leinölfirnis behandelt.

      Die neue Schneide ist poliert, ebenfalls das Hammerende an dem vorher, ringsum ein riesiger Bart prangte.

      Ne Lederscheide hab ich ihm natürlich auch gleich spendiert.

      Hier mal ein paar Bilder!

      Schöne Grüße,
      Sascha
      Beste Grüße,
      Sascha