Bowie aus Feile, Puddel und Wüsteneisenholz - Werdegang

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    • Bowie aus Feile, Puddel und Wüsteneisenholz - Werdegang

      Aus einer beigestellten Feile solle ein feines Bowie entstehen - so war die Aufgabenstellung:

      Das ist das Ergebnis:




      Der umfangreiche Werdegang ist dann hier:


      1. Die Klinge und das Parier schmieden:



      2. Hier ist das Parier schon eingepasst und ganz grob in die gewünschte Richtung gebracht:



      3. So langsam kommen die Feinarbeiten und der spannende Teil beginnt. Das Parier wird erkennbar und der Griff ist zumindest kein Klotz mehr:



      4. Gefühlte 100h später sieht das dann so aus....



      und mit Passungsarbeit dann so:


      5. Gut die Hälfte geschafft und jetzt ran an die Feinarbeiten: Griffschleifen, Haptik einbringen, Zierlinien ziehen:









      Und hier das wichtige Detail: Die Zierlinien sind rund und nicht eckig:




      6. Nach vielen und langen Stunden ist das ganze Messer dann fertig zur Montage:



      7. Und hier ist dann alles geschafft:







      Bilder
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    • Klinge , Griff und Gesamtform , sehr beeindruckend jetzt fehlt noch eine würdige Lederscheide !

      Norbert vom Neckar
      NIVEAU ist keine Hautcreme

      ...und will mich jemand aus der Ruhe bringen , so denk ich an die Worte des Götz von Berlichingen
    • BLB Blades schrieb:

      Dazu fehlen mir die Ausdrücke. Das grenzt an Bildhauerei.
      Ja, so geht es mir auch! Dass „man“, und speziell Du, aus dem rauen Ausgangsmaterial sowas hinbekommst, hat für mich immer noch was von Magie. Und lässt was von der Achtung mythischer Schmiede von Mime, Wieland bis Hephaistos aufblitzen. (Gilt übrigens für Euch alle, die ihr hier mit Feuer und Eisen formt und gestaltet!)

      Erneut Hut ab...
      Burghard
    • Vielen Dank! Das Teil war wirklich nicht ganz ohne, aber man wächst mit seinen Aufgaben.


      anima schrieb:

      Wie formst du das Parier, was für Werkzeuge benutzt du?
      Die ganz grobe Geometrie forme ich mit dem Bandschleifer, aber das ist wirklich nur das Gröbste. Dann Feilen und Dremel.

      McFrank schrieb:

      Genau so gut würde ich das eines Tages auch gern können.
      Das ist wirklich nur Übungssache. Man sollte schon relativ entspannt bei der Arbeit sein, das ist klar. Des Weiteren sind Wunder natürlich nicht zu erwarten. Alles in allem braucht bspw. das Parierstück gute fünf...acht Stunden, bis es wirklich gut sitzt und einen sauberen Übergang zum Griff hat. Aber manchmal muss man den Faktor "Zeit" halt einfach mal vergessen.
    • Hallo Alex,

      das ist wirklich super schön geworden. sowas sieht man wirklich nicht alle Tage. Ich bin begeistert, meine Hochachtung. :thumbsup:

      Was mich interessieren würde, wie machst Du diese Oberfläche am Parier Stück mit dem Dremel? Verwendest Du da einen speziellen Fräser? Sieht aus, als wäre es kugelgestrahlt worden.

      Und die rauen Oberfläche am Holz wurde auch mit dem Dremel gemacht? Kann mir als Laie echt nicht erklären, wie das geht.

      Könntest Du dazu bitte was näheres sagen, oder ist das eher "Firmengeheimnis". Ich hab zwar leider nie Zeit, selber was zu bauen, aber die speziellen Techniken interessieren mich trotzdem. ^^

      Für ein paar freundliche Erklärungen wäre ich sehr dankbar.


      Viele Grüße
      Thomas
    • highlander schrieb:

      Was mich interessieren würde, wie machst Du diese Oberfläche am Parier Stück mit dem Dremel? Verwendest Du da einen speziellen Fräser? Sieht aus, als wäre es kugelgestrahlt worden.
      Ich weiss es nicht sicher, ob der Link funktioniert, aber hier arbeite ich an eben diesem Parierstück:

      Video_Parierstück

      Im Grunde schleife ich am Bandschleifer die gröbste Kontur mit einem Übermaß von mindestens zwei oder drei Millimeter. Den Rest mache ich ausschliesslich mit Dremel und Feilen unterschiedlichster Art. Natürlich muss man im Vorfeld eine grobe Vorstellung haben, was man wie machen will. Eine gewisse Vorstellungskraft ist natürlich sehr hilfreich. Auch, weil ich keine Skizzen oder sowas im Vorfeld anfertige. Alles, was man am Messer sieht entspringt meiner Phantasie während des Bastelns. Manchmal wirds gut, manchmal nicht.

      So sind der Dremel und auch der Bandschleifer die einzigen Maschinen, die ich verwende. Für das Erlloch habe ich einen manuellen Bohrer mit Handkurbel. Und selbst den Bandschleifer würde ich zu gern weglassen, aber hin und wieder ist er doch eine grosse Hilfe.

      Wie dem auch sei: Fräser kann man alle von den bekannten Online-Plattformen mit A...und E... bekommen. Da kostet ein Bündel dieser chinesischen Fräser um die 15€. Die halten wirklich lange....und das sage ich bei meiner sehr rosbusten Arbeitsweise. Angetrieben werden die Fräser von einem Dremel 4000. Ich habe auch einen Fortiflex, der ist auch gut. Der 4000er Dremel hält mittlerweile schon fünf Jahre und auch das heisst was.

      Jede Manipulation der Oberfläche geschieht von Hand. Ich verwende keine Strahlungen, CNC-irgendwas oder ähnliches.


      highlander schrieb:

      Und die rauen Oberfläche am Holz wurde auch mit dem Dremel gemacht?
      Nein, die macht man mit Werkzeugen aus der Bildhauerei. Was und wie genau, sage ich nicht...auch weil ich gewerblich verkaufe und ich selbst diese Struktur bis dato bei noch niemandem gesehen habe. Den ein oder anderen optischen Unterschied zu anderen Machern möchte ich doch gern erhalten.