W.I.P. kleines Bowie

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    • W.I.P. kleines Bowie

      Moin,

      ich habe mal wieder Lust, mich an einem Steckangel Messer zu versuchen...ist ja doch ein wenig Aufwendiger. Für die Klinge habe ich mich für 1.2235 in 4,5 mm entschieden, Griffmaterial ist noch offen, auch ob mit oder mit ohne Handschutz. Der Entwurf mal zu Papier gebracht und frisch ans Werk.


      bei der Größe und Form ist das aussägen mit der Bügelsäge etwas schwierig, also bohre ich diesmal den Rohling aus. Zum Glück habe ich in meiner Lehre mal einen Doppelkörner machen müsen....der spart viel messerei.



      ich hoffe es besteht Interesse an der Entstehung.......
      Bilder
      • IMG_20200412_121949.jpg

        348,72 kB, 1.200×674, 99 mal angesehen
    • Immer zeigen! Ist schon irre, welchen Aufwand Du da mit den Bohrungen treiben musst. Und dann alles wegfeilen - würden sich doch Serrations anbieten. ;( Tja, der Griff: ich bevorzuge ja ohne Guard, aber Bowies sind da eine eigene Kategorie.

      Gruß
      Burghard
    • Hallo Mario,

      das sieht sehr vielversprechend aus. Ich bin auch eher für ohne Handschutz. Aber ob dann noch der Bowiegedanke rüberkommt?
      Es ist jedenfalls immer wieder schön zu sehen, was du per Hand zauberst.

      Bin jedenfalls auf den weiteren Verlauf gespannt.

      Schönen Gruß
      Frank
    • als nächstes werden die Schultern in Form gebracht, dazu habe ich bereits 2 Bohrungen gemacht um einen schönen Übergang zum Erl zu bekommen.
      Um das ganze schön winklig zu bekommen, spanne ich das Messer zwischen 2 gehärtete Stahlplatten.....zugegeben, nicht die beste Lösung und recht fummelig beim Ausrichten, aber, es funktioniert.


      weiter geht es mit der Rundfeile um das Ricasso gleichmäßig zu erstellen.....dazu spanne ich das Messer auf ein Stück Holz und habe an 2 alten Bohrern eine gute Führung für die Feile.



      ...........
    • Hallo Mario
      Ich finde das sehr interessant, zudem habe ich Respekt vor deinen Arbeiten, die du schon eine ganze Weile von Hand durchziehst und das mit sehr beachtlichen Ergebnissen.
      An ein Bowie gehört für mich ein Handschutz. Die Linien des Messers passen natürlich auch ohne Guard, aber dann ist es für mich eher weniger Bowie.

      Bin gespannt, wie es weiter geht.

      Gruss Heiri
    • jaja, immer diese Entscheidungen....mit oder ohne, zum Glück ist die Interpretation frei....lassen wir das Bowie mal in der Übrschrift und schauen wo die Reise hingeht.

      Weiter geht es mit dem "Anfeilen"der ersten Seite. Dazu bleiben die Bohrer als Anschlag, lediglich die Klinge wird ein wenig nach hinten gerückt, damit die Flachfeile nicht den Radius killt.

      noch schön den Übergang zum Ricasso anpassen und an die angezeichnete Höhe rantasten. Leider hab ich doch mal leicht gekippelt....aber das lässt sich noch richten.

      Zum Abschluß noch umspannen für die andere Seite

      ..........
    • Hallo Mario,
      Den „Kippler“ konnte ich nicht entdecken... wie lange brauchst Du so pro Seite?
      Was den „Guard“ anbelangt, so scheint es zwar keine absolute Definition zu geben aber Einigkeit dass zu einem klassischen Bowie einer dazu gehört (weil Jim Bowies Messer eben einen gehabt hat).
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Wow, Mario - Respekt!
      Acht Stunden ist schon wahnsinnig viel, aber ich finde dass man Deinen Arbeiten den enormen Aufwand auch ansieht: ich freue mich immer wieder Deine Messer zu sehen.
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Mario, tausendmal Dankeschön :thumbsup:

      Von dir kann man immer was lernen, das gilt für mich ja fast doppelt. Gerade Steckangel Konstruktionen sind für mich noch vermintes Neuland und manche Arbeitsschritte sind ohne Bandschleifer extrem aufwendig und genauso schnell versaut...da ist es schon enorm spannend zu sehen wie du solche Probleme löst.

      LG
      Philipp
    • Danke Rainer, das ist auch ein wenig Tagesform abhängig. Aber ich hab ja keine Eile ^^

      Philipp, so viele Messer mit Steckangel ab ich auch noch nicht gemacht, da können andere bestimmt mehr Wissen weitergeben, aber freut mich, wenn ich helfen kann. Bei Fragen, immer fragen :rolleyes:

      Weiter geht es mit der 2.Seite.......


      als nächstes gehts an die Kratzer......
    • Hallo Mario !
      Ich bewundere Deine Art Messer zu bauen. Mit einfachen Mitteln -und dennoch effizient. Es muss nicht immer der große Maschinenpark sein. Am Ende zählt das Ergebnis . :mrburns: Deine Art Messer zu bauen , erinnert mich an meine Lehrzeit. Wir Lehrlinge mussten mit riesigen bzw. überdimensionierten Flachfeilen
      (sogenannten "Lehrbuamschindern") wochenlang Werkstücke feilen, bis wir Blasen am Handballen hatten. :wallbash: Danke für die Bilder,
      Gruß aus Niederbayern ! :beer: (Franziskaner Weiße ) Ewald.
    • Rostige Klinge schrieb:

      Deine Art Messer zu bauen , erinnert mich an meine Lehrzeit. Wir Lehrlinge mussten mit riesigen bzw. überdimensionierten Flachfeilen
      (sogenannten "Lehrbuamschindern") wochenlang Werkstücke feilen, bis wir Blasen am Handballen hatten. :wallbash: Danke für die Bilder,
      Gruß aus Niederbayern ! :beer: (Franziskaner Weiße ) Ewald.
      Das war in meiner Lehre nicht anders, wir mussten als erstes einen 60 mm Würfel feilen....dann alles Mögliche an kleinen Werkzeugen wie Körner, Anreiszirkel, Inbusschlüssel, kleine Spannherzen und so'n Kram....ich hätte nie gedacht daß ich mal freiwillig mache. Aber irgendwie kann ich dann doch dabei Abschalten.....auch wenn Geduld nur die Kunst ist Torret zu unterdrücken :D

      Gruß Mario