Schanz DPPK II

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    • Schanz DPPK II

      Kurzvorstellung Schanz DPPK II

      Aufgrund eines netten Hinweises, dass dieses Messer nicht jedem bekannt ist und es wenig an Daten darüber im Netz gibt, habe ich mich dazu entschieden, eine Kurzvorstellung dieses Messers vorzunehmen. Sorry, dass es nur eine Kurzvorstellung gibt, aber ich habe im Moment noch wenig Zeit.

      Als erstes zu den Daten:
      Klingenlänge: 93mm
      Klingendicke: 3,5mm
      Klingenstahl: SB1
      Klingenfinish: satiniert
      Griffmaterial: Titan 6AL4V
      Dicke jeder Griffschale: rund 3mm
      Dicke insgesamt: rund 105 mm
      Gewicht: 123 g
      Verschlussart: Framelock
      Clip: ja
      Etui: nein
      Besonderheit: Jürgen bietet dieses Messer auch noch in klein (DPPK 1) und in vielen Variationen (Damast, andere Griffschalen, etc.) an.

      Das Messer an sich:
      Leider kann ich hier keine großen Erfahrungen außer vom Bespielen mitteilen, da das Messer ausschließlich bei mir in der Vitrine steht, da ich noch ein DPPK I Backlock habe, welches mich als EDC begleitet. Aber was mir durch das Bespielen aufgefallen ist und wo es Parallelen zu dem kleinen Bruder gibt, das möchte ich euch nicht vorenthalten. Wer auf der Suche nach einem Titan-Framelock-Messer in dieser Größenregion ist, der wird mit diesem Messer ein Freund für´s Leben haben. Die Zutaten des Messers sprechen für sich.

      Die Klinge:
      Das Jürgen Schanz den SB1-Stahl unter Kontrolle hat, das wird sich mittlerweile rumgesprochen haben. Hier kann ich zum Beispiel auf die guten Erfahrungen mit dem kleinen Bruder des DPPK II und dem Schanz Bird zurückgreifen. Bei beiden Messern reichen mir als Otto-Normal-Verbraucher nach einiger Zeit (kommt auf die Nutzungshäufigkeit an) ein paar Züge über den Spyderco Sharpmaker und schon ist die Schärfe wieder sehr ordentlich. Hier sei aber auch gesagt, dass ich kein Schärfe-Fetischist bin.
      Die Klingenform würde ich als sehr alltagstauglich bezeichnen. Leider kann ich euch hier keine Nutzungsbilder bieten. Die Klinge an sich ist satiniert, aber Jürgen Schanz wird sie euch auch stonewashen, wenn ihr das möchtet. Der Anschliff ist ein leichter Hohlschliff. Der Klingenrücken ist ca. die ersten 33mm an den Kanten so schön gerundet, dass man bedenkenlos seinen Daumen beim Nutzen darauf richtig fest drücken kann, ohne dass es weh tut. Danach wird der Klingenrücken wieder langsam kantig bis hin zur Spitze.
      Und nun die Überleitung zu den Griffschalen. Die Klingenspitze läuft im geschlossenen Zustand parallel zu den Griffschalen. Sieht super aus und man sieht, dass die Klinge kaum hätte länger sein können. Perfekte Ausnutzung des Griffplatzes.
      Die schöne scharfe satinierte Klinge läuft zwischen den beiden Titangriffschalen auf Teflonwashern. Hier streiten sich ja die Gelehrten, ob Teflon- oder Bronze-Washer besser sind, aber ich kann sagen…die Klinge läuft super :thumbup:

      Der Griff:

      Die Titan-Platinen sind leicht angeraut. Nun, ob jemand das mag oder nicht, das sind die Vorlieben des Einzelnen. Jedoch wirken hierdurch die Griffschalen nicht rutschig und man traut dem Messer durchaus zu, es auch mit feuchten Händen zu nutzen. Hier kann ich nur sagen: Ja, das kann man, denn der kleine Bruder hat die gleichen Griffschalen. Denn wer möchte schon in eine Klinge von Jürgen Schanz greifen.
      Die Kanten des Griffes sind gebrochen und sind daher gut zu greifen, ohne dass sie kneifen/drücken/schneiden.

      Der Clip:
      Der Clip ist ordentlich stramm. Allerdings, und hier kann ich nur wieder mit dem kleinen Bruder dienen, hält er super an jeder Jeans oder auch dünneren Hosen. Denn mit rund 123gr kann das Messer durchaus auch im Sommer in dünneren Hosen getragen werden, ohne dass es die Hose runter zieht :D

      Die Verschraubung:
      Sehr schön finde ich, dass das Messer an sich nur zwei Schrauben benötigt. Bei diesem Modell sind es zwar unterschiedliche Schrauben (1x mit Stift), aber Jürgen ist da flexibel und man kann das mit ihm absprechen, dass man die gleichen Schrauben hat. Custom halt :thumbsup:

      Alles in Allem:
      Viele werden jetzt sagen „Äh, das ist doch fast wie ein CR Sebenza.“ und ihr habt Recht, wie folgender Artikel beweist: schanz-messer.de/presse/archiv/0-14-9/messer-magazin.html . Aber hier muss ich jetzt sagen, und das sage ich jetzt auch nur, weil ich auch schon Sebenzas hier hatte: Bevor ich mir ein US-Produkt kaufe, lege ich lieber noch ein paar Euros drauf und kaufe ein Custom aus Deutschland mit ebenfalls super Service und Ansprechpartner vor Ort. Denn machen wir uns nichts vor: Man nimmt schon ein wenig Geld in die Hand, um sich eins der beiden Messer zu kaufen.

      Ich hoffe, dass euch die Kurzvorstellung gefallen hat und ich entschuldige mich gleich für meine schlechten Fotos.

      Cheers,
      Andi
      Bilder
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    • Hallo Andi,

      eine schöne Review von einem interessanten Messer! Ich bin wirklich darüber begeistert.

      UglyKid schrieb:

      Aufgrund eines netten Hinweises, dass dieses Messer nicht jedem bekannt ist und es wenig an Daten darüber im Netz gibt, habe ich mich dazu entschieden, eine Kurzvorstellung dieses Messers vorzunehmen. Sorry, dass es nur eine Kurzvorstellung gibt, aber ich habe im Moment noch wenig Zeit.
      Das ist sehr löblich und nett von Dir! Für eine Kurzvostellung ist es aber in meinen Augen schön ausgiebig geworden. ich hätte das ganze als ausgewachsene Review betrachtet .... :thumbup:

      UglyKid schrieb:

      Die Titan-Platinen sind leicht angeraut.
      Ist mir auch gleich aufgefallen. Eine saubere Sache, denn es gibt einige, die bei den Titanframelockfoldern von der Konkurrenz ein Problem mit rutschigen Griffschalen haben.


      UglyKid schrieb:

      „Äh, das ist doch fast wie ein CR Sebenza.“
      Sobald zwei Titanschalen, Titanframelock und Klappmesser zusammentreffen, wird immer mit dem Sebenza verglichen.
      Liegt ja auch auf der Hand. Deine Argumente für ein deutsches Produkt sind natürlich eine überlegenswerte Sache.

      UglyKid schrieb:

      Ich hoffe, dass euch die Kurzvorstellung gefallen hat und ich entschuldige mich gleich für meine schlechten Fotos.
      Und wie die gefallen hat! Vielleicht habe ich was auf den Augen, aber ich finde die Fotos sehr informativ und sie zeigen, was sie zeigen sollen. Sind doch gut .... :)

      Viele Grüße,
      Thomas
    • DANKE, DANKE !!!



      das ist mal ein sehr schöner bericht - auf den werde ich gerne verweisen, wenn mich mal einer nach den daten von dem messer frägt ;)



      zur info - im moment arbeite ich an version 3 dieses messers... mit linerbegrenzung und eingesetztem stahlstück am liner :)
    • HiHi Andi

      Ein tolles Review! Macht richtig Lust und Laune! Ich musste eben doch fast zwanghaft mal an die Schublade gehen – und die „Sozialhilfe-Version“ des DPPK rauskramen: Cherusker / Schanz G1 . (Immer noch auf Jürgen Schanz’ Website zu sehen)

      Hatte ich auf einer längeren Frankreichreise mal als User dabei. Von daher kann ich Deine Begeisterung - in leichter Andeutung – nachvollziehen. Denn damals dachte ich auch: von der Konzeption her ist das Messer (fast) genial. (Fast deshalb: den Clip brauche ich persönlich nicht, dafür fehlt mir irgendwas für den Lanyard…) DAS Teil MUSS ich irgendwann mal als Custom Folder haben: Besserer Stahl, bessere Verarbeitung, bessere Materialien.

      Ein bisserl neidisch bin ich also schon, aber Dir gönne ich das Teil.

      Grüße,
      Stefan
    • Da ich von den DPPK2 deren zwei besitze - so begeistert war und bin ich von diesem Messer - möchte ich mich auch dazu äußern.

      Aufgrund der imho genialen Griffgestaltung ist dem Schanz, Jürgen hier ein "genialer" konzeptioneller Wurf gelungen, den ich bei seinen Foldern so bisher nicht wieder gesehen habe.
      (Man möge dabei bedenken, dass das Messer ursprünglich für eine Tanto-Klinge entworfen wurde!)

      Aufgrund der Gestaltung sehe ich keinerlei Gefahr einer "Verwechselung" mit dem Sebenza. Aber; beide Messer bewegen sich aufgrund der Klarheit des Designs und in der Qualität der Verarbeitung auf absolut gleich hohem Niveau und nehmen sich da nichts!
      Der Vorteil des DPPK liegt bei der Freiheit des Kunden in der Detailgestaltung und; es ist ein echtes Costum.

      Aus meiner Nutzung ein Paar "Erfahrungswerte" ;)
      - das DPPK erfordert im Auslieferungszustand vom Erwerber sowohl emotionale, als auch körperliche Leidensfähigkeit. Der Liner beißt sich nämlich (zunächst) fest, mit der Folge, dass Kunde sich mit Schweißperlen auf der Stirn fragt: "Muß das so?" ... ja das muß so, weil sich der Liner durch (mehrere Hundert) Benutzung erst richtig "einarbeiten" (bis zur Endstellung im ersten Drittel) muß ... und der Kunde (zumindestens ich) die hemmungsfreie Entriegelung im Ergebnis mit einem Hämatom und nachfolgender Hornhaut am Daumen "bezahlt". :D
      - was mir fehlt ist eine Befestigungsmöglichkeit für ein "Bandsel". Klar, bei der optimalen Ausnutzung des Griffes für die Klinge ist da an ein Lanyardhole nicht zu denken ... aber am hinteren Spacer könnte man doch eine Art bewegliche Öse ...............
      - der Clip ist "Brett hart" ... okay, dass ist reine Geschmackssache,
      - im direkten Vergleich zum Sebenza (ich sehe nur das Modell "Regular" als DAS Sebenza an) fällt auf, dass das Sebenza minimal fülliger und damit angenehmer in der Hand liegt, was ausschließlich an den geringfügig dickeren Titanplatinen des Sebenza liegen kann. Auch das mag reine Gewöhnungssache sein; ich nehme allein aus diesem Grund allerdings das Seb lieber in die Hand ... insoweit wäre eine geringfügig dickere Platinenwahl beim DPPK meine Anregung an dieser Stelle.

      Abschließend von mir zu diesem Thema: seit der Jahrtausendwende gilt mein Interesse insbesondere den Titanframelocks, von denen es gerade in den letzten Jahren geradezu eine "Schwemme" gibt.
      Aber ... die Modelle Large Sebenza Regular und Schanz DPPK2 sind in ihrer Konzeption und Alltagstauglichkeit bislang unübertroffen!

      Grüße Renegade