Sneak Preview, Designdiskussion: HERO IV

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    • Sneak Preview, Designdiskussion: HERO IV

      Hallo Community!

      ...ein wenig Hintergrundinfo zu meinem neuesten Projekt: HERO IV - ein Stealth-Tactical-Business-Anzugstaschen-EDC-Folder?!? 8|


      Die Idee zu dem Messer entstand, als ich bei unserem Solace ein Zitat von Saint-Éxupery las - ein paar Tage zuvor hatte ich im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt etwas Ähnliches gelesen: "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."

      Und so begann ich über ein - von der Form her - super simples Messer nachzudenken: ungefähr wie ein scharfes Lineal zum Einklappen... OK, das war mir dann doch zu wenig und ich fing an die Formen zu verändern, Entwürfe zu reduzieren - was übrig blieb waren dann sehr gerade Linien, Ecken... Ob das nun tatsächlich "einfacher" und "klarer" ist als ein handschmeichelnder Folder, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall aber kam dabei ein Messer heraus, das irgendwie anders ist. Nüchtern. Sehr reduziert in den "Verschönerungen". Und in sich für mein Dafürhalten eine große Strenge trägt, die nur durch das verwendete Holz etwas konterkariert wird.

      Das Messer ist nun nach einigen Hürden schon ziemlich fertig (es fehlen noch Logo, Feinschliff und Satinierung des Titans, der ganze - wichtige - "Kleinkram" halt...) und ich werde es hoffentlich bald hier vorstellen können.

      Tja, und als ich mir das Design dann aus der Ferne anguckte, dachte ich mir "ganz schön eckig", irgendwie auch japanisch... und mir viel ein Zitat ein, dass mir mal jemand vor einer knallharten Diskussion mit einem japanischen Kunden sagte - es ging um einen Jahresumsatz im mittleren 2-stelligen Millionenbereich und eine Situation, wo alles kippen konnte, ich aber unseren Standpunkt durchsetzen musste ohne das Geschäft zu verlieren. Tja, und da sagte mir mein damaliger Boss als ich auf die doch irgendwie ausweglose Sitauation hinwies: "Rainer, don't worry - heroes are not born, they are cornered!" :D Ich muss heute noch lachen, wenn ich an die Geschichte denke - naja, und so war der Name für diesen Gentlemens tactical Anzugtaschenfolder geboren: HERO...

      Mich würde Euer Feedback zu den Gedanken des Designs sehr interessieren: wie EINFACH soll ein Messer sein, wie konsequent soll man Ideen umsetzen - wo hört Design auf und wo beginnt die Praxis... Wie ANDERS darf ein Messer sein, auch gerade wenn es nicht in der Vitrine verstauben soll, sondern genutzt werden soll...

      OK und hier ein paar Handybilder vom Schreibtisch, eine 'richtige' Vorstellung mit ordentlichen Bildern erfolgt dann, wenn es fertig ist.



      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Blaupfeil schrieb:

      wie EINFACH soll ein Messer sein, wie konsequent soll man Ideen umsetzen - wo hört Design auf und wo beginnt die Praxis... Wie ANDERS darf ein Messer sein, auch gerade wenn es nicht in der Vitrine verstauben soll, sondern genutzt werden soll...


      In meinen bescheidenen Augen genau so, genau da. Jetzt noch cm-und Zollskallierung auf dem Klingenrücken, und Du hast ein Lineal-Messer :D - nee, das war Spaß.

      Das Design und die Praxis werden bei diesem Messer verschmelzen, wobei Du nichts dagegen machen kannst, wenn es sich jemand in die Vitrine legt und die Form klasse findet!

      Ich finde das äußerst bemerkenswert, wie Du die Sache angegangen bist und sie umgesetzt hast :thumbup:



      Liebe Grüße

      Franky
      such-finde und erspitzele doch auch Du!
    • Hallo Rainer !
      Das Messer in seiner Form, und dem einfachen Design, das nur aus geraden Linien besteht , ist Minimalismus pur und gefällt mir außerordentlich ! :thumb:
      Danke fürs Zeigen ! Gruß aus Niederbayern :drinks: ! (Weizen ) Ewald.
    • Hallo Rainer,

      Eines vorweg...jetzt begeistert Du mich wieder. Schon die Handybilder lassen mich ein absolut sauber verarbeitetes Messer erkennen! Da sag ich jetzt schon mal Hut ab!!! Und...Du wirst deinem Ruf der dir vorauseilt als begnadeter Messerdesigner mal wieder absolut gerecht! Du stellst hier ein in meinen Augen sehr modernes, neues Messerdesign vor!

      Ich denke, bei diesem Messer stand das Design im Vordergrund? Es ist ein Messer geworden, das durch seine Schlichtheit, seine Geradlinigkeit direkt auffallen wird! Du schreibst es ja selbst, welche Ziele du dir im Vorfeld gesetzt hast.. minimalistisch...auf das Wesentliche konzentriert. Gerade Linien.

      Den Gebrauchsfertig eines solchen Messers kannst du selbst am besten bewerten...nimm es mit, lass es arbeiten und leg es danach in die Vitrine...Du wirst selbst feststellen, wohin es gehört.

      Klasse gemacht Rainer, ich bin fasziniert und begeistert...muss aber jetzt Essen gehen...

      Gruss Ralf...auch hier freue ich mich auf unsere Diskussion beim nächsten MKM Treffen...
    • @ Franky K.
      Hallo Franky, genau: Zollstock, Meissel, Teppichmesser... Lamborghini Countach, Stealth-Bomber.... Alles Formen, die von eher geraden Linien leben. Genau deshalb baue ich Messer, um Neues auszuloten, auch um meine Linie zu finden: das ist jetzt mein sechster Folder und eigentlich sind Alle Prototypen. Meine persönlich Linie wird wohl irgendwo ein Mittelweg sein, zwischen den fließenden Linien eines praxisorientierten Entwurfes und der Spannung der geraden Strecken.

      @ Rostige Klinge
      Hallo Ewald, danke! Man kann den Minimalismus sicher weiter treiben, aber da hat es sich dann für mich aufgehört - wie eingangs geschrieben, ich wollte dann nichts mehr weglassen.

      @ HRC
      Hallo Ralf, ja bei diesem Messer wollte ich einfach mal ausprobieren "was geht" - spielen, wenn Du so willst. Klar, jedes meiner Messer muss funktionieren und Du wirst beim MKM sehen/fühlen, dass das Kleine sogar sehr gut in der Hand liegt. Allenfalls die gerade Klinge schränkt den Praxisnutzen ein, weil ein schöner Bauch einfach besser schneidet. Ich denke, das wird eine spannende Diskussion - und ich werde sicher auch mal was bauen, was extrem üppig ist, barock... Ich sehe das wie eine evolutionäre Entwicklung: das was gut ist, nimmst Du mit, das was nicht geht, bleibt auf der Strecke - schönster Messerdarwinismus halt! :D

      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Hi Rainer,

      genau das ist es, was ich bewundere. Den Mut aufzubrechen und etwas Neues zu tun :thumbsup:
      Und dieses klasse Messer ist das geworden was du wolltest:
      Ein superschönes, ausgefallenes Anzugsmesser mit taktischem Charakter...wobei man in meinen Augen das "Taktisch" bei diesem Messer mit "modernem Design" gleichsetzen kann.
      Und ich behaupte, dass das Messer nahezu alle Schneideaufgaben die es zu erfüllen gibt in dieser Sparte auch erfüllen wird! Steak essen, Brief öffnen, Fäden abschneiden...usw. aber dein Messer wird daneben auch im Wald eine sehr gute Figur machen...da bin ich absolut sicher!
      In meinen Augen ein richtiges EDC, welches auch mit Anzug eine super Figur abgibt.
      Aber: Bei mir ist es so, dass alle meine Messer in der Vitrine eine gute Figur abgeben müssen. ..weil ich oft auch mal rotiere. Von daher ist das für mich auch ein wichtiger Punkt! Und das kann dein Messer auch!

      Gruss Ralf
    • Hallo Rainer,

      alleine das lesen, wie Du das Messer geplant hast, inspiriert wurdest, das dann alles umgesetzt hast, ist Klasse.
      Etwas gedanklich zu bauen und es dann in die Praxis umzusetzen sind zwei Paar Schuhe.
      Du hast es wieder einmal bewiesen, dass Du es kannst.
      Das Messer selbst hat eine nicht alltägliche Form, wird genau aus diesem Grund Blicke auf sich ziehen und eine Fangemeinde bekommen.
      Handwerklich ist es bei Dir sowieso auf höchstem Level.
      Es ist einfach schön zu sehen, dass solche Exponate erdacht und gebaut werden und wir hier in der BC, es uns anschauen dürfen.
      Ein großes Danke an Dich

      Gruß
      Rolf
    • Servus Rainer,

      zunächst Mal Respekt für dieses Messer. Eine ausgefallen Idee, streng, nüchtern, gerade, aber durchaus eigenständig, stimmig und charaktervoll. Chapeau! :good:

      Leider sehe ich auf den Fotos nicht alles, was ich gerne sehen würde, daher folgendes mit Vorbehalt:

      Das Holz, das Du als konterkarierend beschreibst, empfinde ich als etwas unruhig. Wie wäre z.B. auf Hochglanz poliertes, schwarzes G10 oder ein helles Holz, mit einer feinen, geometrischen Maserung, im Naturton?

      Die Rückseite ist mir im Moment noch zu reizlos. Ob sich das nach einer Satinierung bessert, bin ich mir nicht sicher. Gravuren o.ä. kann ich mir aber auch nicht wirklich vorstellen. Vielleicht wäre eine zweidimensionale Form (= ohne Wölbung) spannender? Sicher hattest Du auch einen Grund, warum Du hier nicht auch eine Griffschale vorgesehen hast. Dieser würde mich interessieren.

      Die Klinge sieht sehr spannend aus. Um der Klinge etwas mehr Universalität zu verleihen, könntest Du die Spitze leicht anheben, aber wirklich nur leicht. Möglicherweise löst das ein mittleres Erdbeben aus und keine Linie, kein Winkel stimmt mehr. Aber Überlegen kostet ja nichts.

      Deine Fragen:

      "Wie EINFACH soll ein Messer sein" - So einfach wie möglich. Auch wenn es mit Deinem Entwurf nicht vergleichbar ist, aber z.B. M.C. Cognets Douk-Douk oder Claude Dozormes Capucin sind doch gute Beispiele dafür. Oder Opinels. Natürlich haben diese einfachen Dinge ihre Grenzen, aber auch die komplizierten haben welche. Nur halt andere.

      "Wie konsequent soll man Ideen umsetzen" - Sehr konsequent. Wenn das nicht klappt, war die Idee nicht gut. Geniale Ideen sind immer einfach.

      "Wo hört Design auf und wo beginnt die Praxis" - Im besten Falle schreiten beide gemeinsam voran. Form follows function.

      "Wie ANDERS darf ein Messer sein" - Von mir aus darf es sehr anders sein. Benutzen würde ich es, wenn es praxistauglich ist und wenn es bezahlbar ist, wobei letzteres natürlich subjektiv ist.

      Viele Grüße
      Marc
      Die Breite an der Spitze ist dichter geworden.
    • @ HRC
      Hi Ralf! Danke für den Kommentar - für mich heißt "taktisch" eigentlich nichts Anderes, als 100% robust & 100% zuverlässig. So gesehen muss sich das Messer -im Rahmen des realistischen Einsatzzweckes - beweisen, dann sehen wir weiter, ob es in die "Vitrine" kommt: derzeit liegen meine Messer irgendwo in der Werkstatt oder der Bibliothek herum...

      @ balinzwerg
      Klasse, dass Du das siehst - ja, ich denke in diesem Spannungsfeld kann man durchaus noch etwas Neues schaffen.

      @ Wido & west-stahl
      Gents, klar kommt das noch!

      @ Chief Ezieny
      Hallo Rolf - danke für den Kommentar. Mir ist klar, dass gerade dieses Messer so gar nicht auf Deinen Anspruch passt, daher freut mich Deine Antwort sehr. Wie schon Eingangs mal erwähnt - ich lote hier aus, was geht, und vor allem wie es mir damit geht. Ein feststehendes Jagdmesser hat wieder ganz andere Aufgaben, aber selbst einen Klapper kann man so oder so bauen. Das nächste Klappmesser hat dann wieder eine leicht andere Tonalität. Und irgendwann bin ich dann bei genau "meinem" - für eine Zeit zumindest.

      @ Eisbaer
      Hi Marc - danke für die Kommentare! Sehr gutes feedback.
      -> Holz: ich hatte ursprünglich WEH drauf - DAS war unruhig und das Messer gefiel mir nicht mehr. Ich hatte auch Ebenholz in Planung, aber dann fiel mir die Wenge in die Hände und das dunkle Braun mit der offenen Strukktur war ein perfekter Kontraast zum Titan (wenn ich mal ordentliche Bilder mache, wirst Du sehen, dass das ganz gut harmoniert)
      -> Rückseite: tja, die habe ich bewußt ganz, ganz ruhig gehalten: sogardie Klingenachse ist mit Übermaß eingepresst und verschliffen - gerade wenn das Messer offen ist, kommt dadurch die Gesamtlinie m.E. besser raus. Wie gesagt, mal sehen, wie es fertig aussieht. ;)
      -> Spitze anheben: guter input! Mit ein Auslöser für die Diskussion die ich hier losgetreten habe: ich habe es ausprobiert und ja, natürlich funktioniert das sofort besser - ABER wie Du schon erkannt hast, zerstöre ich mir dadurch die Gesamtlinie. Und deshalb habe ich mich schlußendlich dagegen entschieden (genau so wie gegen eine leicht nach oben gebogene Schneide). Und damit aber auch die Frage wo die richtige Balabnce zwischen Design und Praktikabilität ist. Eigentlich sollte sich das ja gar nicht ausschließen, es sei denn, man will wie im vorliegenden Fall eine Idee umsetzen. In letzter Konsequenz müste man aber dann sagen, dass sich bestimmte Ideen eben nicht 100%ig mit einem praktikablen Messer verbinden lassen...

      Was das Thema EInfachheit anbelangt, sehe ich das auch wie Du - ich werde sicher früher oder später z.B. ein Laguiole bauen - und dann meine Interpretation davon.
      Konsequenz - wenn es nicht klappt (pun intended?!? 8) ) war die Idee nicht gut. Da bin ich mir nicht ganz sicher - ja, geniale Ideen sind immer einfach (wirklich?) - aber nicht Alles, was einfach ist, ist auch genial... ich verstehe was Du meinst - dennoch, reduziert auf Messerdesign kann bei konsequenten Ideen eben auch ein vielleicht interessantes, aber nur suboptimales Messer herauskommen, einfach weil zwei Ideen/Konzepte eventuell inkompatibel sind.
      Form follows funktion follows form follows function.... ein Kreislauf - als Messermacher habe ich sogar die Arroganz zu sagen, dass die Funktion der Form folgt: wenn ich mit einem Rasiermesser (Form) eine Sau zerlegen soll (Funktion) wird mir das schwer fallen. Wenn man das alerdings so auslegt wie ursprünglich von Louis Sullivan aufgesetzt, sind wir wieder bei dem Kreislauf.

      Euch Allen nochmals vielen Dank für die interessanten Rückmeldungen!
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Servus Rainer,

      vielen Dank für Deine Spiegelungen.

      Wir haben doch oft den Fall, dass das sich das Design eines Gebrauchsgegenstand beginnt zu verselbstständigen, spätestens wenn sich dieser Gegenstand über den reinen Gebrauchsnutzen hinaus erhebt. Von bleibendem Wert sind dann diejenigen Ausführungen, die beides bieten, ein gutes Design und einen guten Gebrauchswert. Das sind aber die Ausnahmen.

      Also ist es für mich durchaus erlaubt, dass Dinge, die sehr gut funktionieren, ein nur durchschnittliches Design haben dürfen, und dass umgekehrt Dinge mit einem aufregenden Design auch mal nur suboptimal im Gebrauch sein können.

      In diesem Sinne solltest du eine kühne Idee auch kühn durchziehen. Egal ob du bei der Form startest oder bei der Funktion. Sonst korrumpiert eines das andere, und das Ergebnis ist nur gut gemeint, nicht aber gut gemacht. ;)

      Viele Grüße
      Marc
      Die Breite an der Spitze ist dichter geworden.
    • Hi Marc,
      was ich noch vergessen hatte: mit dem 2-dimensionalen Schalen hast Du völlig recht - ich denke auch, dass das optisch interessanter ist als eine Verrundung. Hier sind wir wieder bei den Kompromissen.. im Vorliegenden Fall hat mich die Position des Stop-Pin und die rechte "Volltitan"-Seite dazu veranlasst, es so zu machen.
      Ich habe noch eine zweite Klinge und Titan G5-Liner im Rohschliff, die - wenn ich auch dieses Messer baue eventuell mit Carbonschalen auf beiden Seiten bestücke. Also wie das vorliegende Hero IV nur in der Konstruktion konservativer mit zwei Linern und Beschalung. Dann kann ich so etwas umsetzen und die Kanten nur leicht anfasen... Mal sehen.

      ..gut meinen und nicht gut machen ist für mich keine Option mehr - egal wobei. :thumbup:

      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Blaupfeil ()

    • Hallo Rainer,

      zu deinem Messer fallen mir sofort ein paar Attribute ein:
      Edel; klare Linienführung; tolles Design

      Einfachheit im Design beinhaltet für mich persönlich drei wesentliche Aspekte:
      1. Reduktion! Die Holzgriffschale und der Clip am Griffrücken würden mir da für eine weitere Reduktion einfallen.
      2. Nüchternheit! Ein Blick, um alle Stilelemente zu erfassen! Also fast das gleiche wie Punkt 1, nur dass hier die Optik und nicht der Aufbau, oder die Funktion gemeint ist. Der Clip sticht heraus und fordert den zweiten Blick. Wobei man sich darüber streiten kann, ob ein Zuviel des Weglassens nicht auch eine Abkehr von der Funktionalität und damit dem Praxisnutzen bedeuten kann.
      3. Fertigbarkeit! Wie viel Aufwand, Einzelteile und Zeit muss ich investieren um einen Gegenstand „einfach“ herzustellen und zu montieren. Das kannst nur du dir beantworten, da du ja selbst die Skala für dich anlegst, ob es einfach ist oder nicht.

      Ganz ehrlich. Ich finde das Design Top und würde da gar nichts mehr daran ändern. Bin auf das endgültige Messer gespannt.

      Meinen Respekt hast du! Alleine schon dafür, dass du ein Design zur Diskussion stellst!
      Dass du auf hohem Niveau fertigst, ist nochmal ein Bonus der den Lesegenuss steigert! :thumbsup:

      Viele Grüße und Danke fürs Zeigen,
      Ruben
      Viele Grüße,
      Ruben
    • Lieber Rainer,
      wieder ein spannendes Design von Dir - ich bin immer wieder fasziniert davon, wie Du eine Idee sehr logisch weiter entwickelst und schließlich zu einem sehr interessanten Messer werden läßt.
      Ein Detail wäre für mich - wie für Ruben - ein Kandidat für eine weitere Reduktion: Der Clip auf dem Rücken ist nicht mein Ding und evtl. von der Funktionalität als Clip zu kurz. Aber das ist natürlich Ansichtssache.
      Ansonsten finde ich das Messer wunderbar geradlinig und beeindruckend schlicht. So sehen Anwärter auf Designpreise aus...
      Gruß Husky
    • @ Ruben Bonzanin
      Hallo Ruben, danke für Deinen ausführlichen Kommentar - gute Punkte!
      Holzschale und Clip weglassen - also die linke Seite ebenfalls in Titan, eine Titanschale über den Liner? Zwei kleine Schräubchen und die Klingenachse verdeckt? Alternativ gleich einen 4mm Liner... mhmm mal nachdenken fürs Nächste :thumbup:
      Klar, der Clip ist schon ein Hingucker - er unterstreicht aber auch die abfallende Linie wenn das Messer offen ist. Hier wäre eine Alternative, einen "konservativen" Clip auf der rechten Seite zu setzen - auch das werde ich mir für Version 2 vormerken!

      Tja, Aufwand... also da sprichst Du ein ganz, ganz großes Wort gelassen aus: m.E. kann *ICH* solche Messer nur bauen, wenn ich kein Geld damit verdienen will - würde ich die Arbeitszeit gegen das Gehalt einer Putzkraft rechnen, wäre das Messer noch immer im 4-stelligen Bereich anzusiedeln. Da muss man als Messermacher "aus Spaß an der Freude" einfach anders rangehen. Ich baue ja die Messer, weil es mir einfach Freude macht - mein limitierender Faktor ist hier nicht das Geld, sondern klar die Zeit die ich neben Beruf und Familie überhaupt noch übrig habe. Ich habe wesentlich mehr Ideen, als ich in den nächsten Jahren umsetzen kann - DAS ist manchmal frustrierend.
      Wollte man so ein Messer relativ kostengünstig produzieren, musst Du die eingepresste Achse, die Verrundung der Schalen oder auch die eingelegte Feder gleich mal vergessen - das wäre dann nochmals ein zusätzlicher Aspekt, der beim Design zu berücksichtigen wäre.

      @ Husky
      Hallo Frank, schön wieder von Dir zu hören! Danke auch Dir für den Kommentar - ja, der Clip ist sicher kontrovers. Zu kurz glaube ich gar nicht einmal... aber sicher noch zu steif: biegen tut sich da mal gar nichts - da muss ich sicher nochmals ran.

      Nochmals danke für die Rückmeldungen!
      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..


    • Blaupfeil schrieb:

      Holzschale und Clip weglassen - also die linke Seite ebenfalls in Titan, eine Titanschale über den Liner? Zwei kleine Schräubchen und die Klingenachse verdeckt?

      Wie wäre es noch eine Nummer minimalistischer? Monoblock! Wenn er einfach gestaltet ist, kann man das auch mit wenig Werkzeug herstellen.
      Da brauchst du nur 3 verschiedene Bohrer (Kernloch für die Reibung der Achsaufnahme, Bohrung für die Schwächung der Feder, Bohrung für die beiden Endpunkte des Federschlitzes), eine Reibahle, einen Zapfensenker und zwei Scheibenfräser für.
      Das einzige was von außen zu sehen ist, wäre dann die Achsschraube. Das wäre minimalistisch.

      Hast ne PN. :D

      Viele Grüße,
      Ruben
      Viele Grüße,
      Ruben
    • MEINE GÜTE, Ruben!!!
      Und so was machst Du mal auf die Schnelle?!? Ein 3D Modell und dann noch im PDF drehbar... jetzt hat es mir aber echt die Socken weggeschossen!

      Ich habe zwar noch NULL Ahnung, wie ich so etwas umsetzen kann - aber danke, Ruben, das hat ca. 50 Projekte nach hinten geschoben... Die Idee ist grandios und in Ihrer Konsequenz nicht zu toppen!
      Jetzt hast Du mich zum Nachdenken gebracht...

      Beste Grüße,
      Rainer
      Blaupfeil - the sky is the limit..