Sabre d'infantrie modèle an XI

  • Mein ältestes Stück ist ein Sabre Briquet (so wurde er von Napoleons Soldaten genannt), der in der
    Manufacture Royale d'armes blanches du Klingenthal im September 1812 gefertigt wurde.




    Gesamtlänge: 730 mm
    Klingenlänge: 590 mm
    Griffbreite: 140 mm
    Griffmaterial: Messing, Vollguss
    Gewicht: 990 g
    29 Griffrillen



    Ich habe ihn aus dem aufgelösten Museumsbestand erstanden, aus dem auch der kürzlich vorgestellte Reservistendegen stammt.


    Zur direkten Geschichte dieses Säbels ist leider nichts bekannt. Jedoch wurde er in der Zeit in Klingenthal, Elsass gefertigt, als Napoleon im September 1812 bei seinem
    Russlandfeldzug in Moskau einmarschierte.


    Kurz darauf brannte Moskau und Napoleon zog sich mit seiner Restarmee zurück. Das Ende der Grande Armée begann. Die Geschichtsschreiber berichten, dass Napoleon
    den Russlandfeldzug mit 610.000 Mann begann. Davon kehrten lediglich 30.000 zurück.


    Es ist also festzustellen, dass der Säbel nicht in Russland war. Vermutlich aber letztendlich in Waterloo...




    Der Erhaltungszustand ist erstaunlich gut






    Die gut erhaltene Gravur auf dem Klingenrücken. Ob sie von einem übergesiedelten Solinger Graveur stammt?





    Die Abnahmestempel des Waffenamtes Versailles



    Ich würde mich freuen, wenn Euch diese Vorstellung gefällt



    Gruß
    Miro

    Niemandes Herr, niemandes Knecht,
    so ist es gut, so ist es recht


    von Fallersleben

  • Ich würde mich freuen, wenn Euch diese Vorstellung gefällt

    Darauf kannst Du Dich verlassen! :-)


    Das ist ein wirklich tolles Stück und ein absolutes Highlight jeder Sammlung.
    Vor meinem geistigen Auge sind parallel gleich zwei Filme abgelaufen ("Waterloo" mit Rod Steiger und "die Duellisten" mit Keith Carradine).


    Danke fürs Zeigen Deines Schatzes!


    Grüße,
    Thomas

  • Danke Thomas.
    An die beiden Filme kann ich mich auch gut erinnern.
    Beide sind es wert, sie nochmals zu gucken.


    Gruß
    Miro

    Niemandes Herr, niemandes Knecht,
    so ist es gut, so ist es recht


    von Fallersleben

  • Ein wunderschönes Stück Geschichte!!!!
    Ich liebe den Briquet, und besonders die aus Klingenthal.
    Es gibt auf alle Fälle elegantere, hochwertigere Säbel, aber gerade die Tatsache der günstigen, industriellen Gertigung fasziniert mich an diesen Stücken, reflektiert
    ja auch die perversität der industrialisierung des Krieges.
    Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem schönen Briquet, zu bezahlbaren Preisen.


    Viele Grüsse
    Nico

  • Danke Nico.


    Wenn ich mich mal von dem Briquet trennen sollte, werde ich Dich berücksichtigen.


    Gruß
    Miro

    Niemandes Herr, niemandes Knecht,
    so ist es gut, so ist es recht


    von Fallersleben

  • Danke Nico.


    Wenn ich mich mal von dem Briquet trennen sollte, werde ich Dich berücksichtigen.


    Gruß
    Miro

    Als wir hier in Spanien im Frühjar in monatelanger Quarantäne waren, haben meine beiden Söhne und ich festgestellt, dass wir unbedingt einen Säbel an der Wand haben sollten :D Meine Frau fand das nicht so doll...
    Daraufhin habe ich dann aus Ermangelung an Säbeln, den Hirschfänger gebaut 8)


    Gruss
    Nico

  • Hallo Nico,


    so ist das eben, den Bedenken unserer Ehefrauen
    begegnen wir mit besonderer Kreativität...


    Gruß
    Miro

    Niemandes Herr, niemandes Knecht,
    so ist es gut, so ist es recht


    von Fallersleben